Discussion:
Anfängerfrage: Wie einen Track in JOSM/Potlatch hinzufügen?
(too old to reply)
Jan
2008-09-07 16:19:41 UTC
Permalink
Hallo,

ich habe vor ca. einer Woche meinen ersten Track hochgeladen und konnte
ihn auch mit JOSM in OSM integrieren. Dazu habe ich auf den "Objekt
auswählen"-Button geklickt und konnte den Track irgendwie als Straße
hinzufügen. Nun würde ich gerne diesen Track hinzufügen:

Link zum Track: http://www.openstreetmap.org/edit?gpx=191269
Link zur Karte:
http://www.openstreetmap.org/?lat=49.700446667&lon=7.15655&zoom=14

Leider kann ich den Track weder in JOSM noch im Online-Editor auswählen,
angezeigt wird entweder eine graue Punktesammlung oder Cyan-farbener
Track und drauf klicken kann ich leider nicht.

Um Missverständnisse zu vermeiden erkläre ich mal wie ich bisher arbeite:
Als erstes lasse ich meinen Tracker (Royaltek RGM 3800) ca. 20-30
Minuten einmessen, dann sind die Punkte auch hinreichend genau
(zumindest genau genug, dass wenn man rumläuft/-fährt, dass die Tracks
auch auf der Straße zu finden sind). Normalerweise nimmt er jede Sekunde
einen Punkt auf. Das ist ein guter Kompromiss um Strecken mit dem Auto
auch noch halbwegs realistisch darstellen zu lassen. Nach dem einmessen
laufe ich los oder setze mich ins Auto. Die abgefahrene Strecke wird
natürlich mitgetrackt.

Die Tracks entstehen im NMEA-Format. Diese konvertiere ich in das
Google-Earth- und ins GPX-Format und lade die Tracks in Google-Earth um
sie mir anzusehen. Sollte ich festellen, dass Punkte schlecht gesetzt
sind (also nicht auf der Straße oder sowas), editiere ich sie direkt in
der GPX-Datei. Dann lade ich den Track bei OSM hoch, warte 30 Minuten
und erhalte die Bestätigungsemail, dass die Daten eingetragen worden sind.

In Google-Earth liegen die Tracks wunderbar auf den Straßen, so dass es
mMn überhaupt keinen Sinn macht, da irgendwas per Hand einzumalen.
Schließlich ist der Track mit 2000 Punkten deutlich genauer als
irgendein Rumgeklicke von Hand in JOSM bzw. Potlatch.

Wer die 4 Tracks sich selbst ansehen will:
http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces

Ich finde, dass es erstmal wichtiger ist überhaupt die Straßen zu
erfassen, als direkt alles von Anfang an zu wollen (Straßennamen /
Hausnummern / POIs /...). Deswegen will ich einfach nur die Tracks in
die Karte einbauen, was mir aber JOSM / Potlatch nicht erlaubt. Von Hand
nachmalen werde ich die Teile nicht, dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss.

Liebe Grüße
Jan

PS: Das gleiche Problem existiert auch bei meinen anderen, neuen Tracks ;)
John07
2008-09-07 16:33:35 UTC
Permalink
Post by Jan
Hallo,
ich habe vor ca. einer Woche meinen ersten Track hochgeladen und konnte
ihn auch mit JOSM in OSM integrieren. Dazu habe ich auf den "Objekt
auswählen"-Button geklickt und konnte den Track irgendwie als Straße
Link zum Track: http://www.openstreetmap.org/edit?gpx=191269
http://www.openstreetmap.org/?lat=49.700446667&lon=7.15655&zoom=14
Leider kann ich den Track weder in JOSM noch im Online-Editor auswählen,
angezeigt wird entweder eine graue Punktesammlung oder Cyan-farbener
Track und drauf klicken kann ich leider nicht.
Ja, man kann ihn nicht anklicken, wozu auch?
Aber ich kann dich verstehen, ich hatte genau das Problem auch mit
meinem ersten Track und habe mich erstmal gewundert :-)
Post by Jan
Als erstes lasse ich meinen Tracker (Royaltek RGM 3800) ca. 20-30
Minuten einmessen, dann sind die Punkte auch hinreichend genau
(zumindest genau genug, dass wenn man rumläuft/-fährt, dass die Tracks
auch auf der Straße zu finden sind). Normalerweise nimmt er jede Sekunde
einen Punkt auf. Das ist ein guter Kompromiss um Strecken mit dem Auto
auch noch halbwegs realistisch darstellen zu lassen. Nach dem einmessen
laufe ich los oder setze mich ins Auto. Die abgefahrene Strecke wird
natürlich mitgetrackt.
Die Tracks entstehen im NMEA-Format. Diese konvertiere ich in das
Google-Earth- und ins GPX-Format und lade die Tracks in Google-Earth um
sie mir anzusehen. Sollte ich festellen, dass Punkte schlecht gesetzt
sind (also nicht auf der Straße oder sowas), editiere ich sie direkt in
der GPX-Datei.
Davon möchte ich dringend abraten. Zum einen sind die Google Earth
Luftbilder auch nicht zwingend genau, zum anderen könnte hierbei ein
Lizenzkonflikt entstehen, da du ja von den Googlebildern abmalst.
Oder editierst du wirklich direkt in der GPX-Datei? (Also mit dem Editor
deiner Wahl)
Post by Jan
Dann lade ich den Track bei OSM hoch, warte 30 Minuten
und erhalte die Bestätigungsemail, dass die Daten eingetragen worden sind.
In Google-Earth liegen die Tracks wunderbar auf den Straßen, so dass es
mMn überhaupt keinen Sinn macht, da irgendwas per Hand einzumalen.
Schließlich ist der Track mit 2000 Punkten deutlich genauer als
irgendein Rumgeklicke von Hand in JOSM bzw. Potlatch.
Genau die 2000 Punkte sind das Problem. Wenn du eine gerade Straße hast
genügen im Idealfall 2 Punkte am Anfang und am Ende. 2000 Punkte sind
hier dann nur eine unnötige Datenmenge. Wenn ich soetwas sehe,
benachrichtige ich den Nutzer und vereinfache den Weg. Außerdem
korrigiert man ja eben normalerweise nicht die Tracks an Hand von Google
Earth. Daher haben meine Tracks öfters Ausreißer, die ich dann, wenn ich
manuell nachmal, beseitigen kann. Wenn du einmal durch eine Schlucht
oder durch einen dichten Wald gelaufen bist, wirst du wissen, was ich meine.
Post by Jan
http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces
Ich finde, dass es erstmal wichtiger ist überhaupt die Straßen zu
erfassen, als direkt alles von Anfang an zu wollen (Straßennamen /
Hausnummern / POIs /...). Deswegen will ich einfach nur die Tracks in
die Karte einbauen, was mir aber JOSM / Potlatch nicht erlaubt. Von Hand
nachmalen werde ich die Teile nicht, dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss.
Da verstehst du etwas falsch. Du läufst rum, damit du überhaupt weißt,
wo die Straße ist. Gerade die ganzen Zusatzinfos und das Eintragen in
JOSM/Potlach machen einen großen Teil der Arbeit aus.
Gruß
Jonas
Jan
2008-09-07 17:08:12 UTC
Permalink
Post by John07
Post by Jan
Hallo,
ich habe vor ca. einer Woche meinen ersten Track hochgeladen und konnte
ihn auch mit JOSM in OSM integrieren. Dazu habe ich auf den "Objekt
auswählen"-Button geklickt und konnte den Track irgendwie als Straße
Link zum Track: http://www.openstreetmap.org/edit?gpx=191269
http://www.openstreetmap.org/?lat=49.700446667&lon=7.15655&zoom=14
Leider kann ich den Track weder in JOSM noch im Online-Editor auswählen,
angezeigt wird entweder eine graue Punktesammlung oder Cyan-farbener
Track und drauf klicken kann ich leider nicht.
Ja, man kann ihn nicht anklicken, wozu auch?
Aber ich kann dich verstehen, ich hatte genau das Problem auch mit
meinem ersten Track und habe mich erstmal gewundert :-)
Post by Jan
Als erstes lasse ich meinen Tracker (Royaltek RGM 3800) ca. 20-30
Minuten einmessen, dann sind die Punkte auch hinreichend genau
(zumindest genau genug, dass wenn man rumläuft/-fährt, dass die Tracks
auch auf der Straße zu finden sind). Normalerweise nimmt er jede Sekunde
einen Punkt auf. Das ist ein guter Kompromiss um Strecken mit dem Auto
auch noch halbwegs realistisch darstellen zu lassen. Nach dem einmessen
laufe ich los oder setze mich ins Auto. Die abgefahrene Strecke wird
natürlich mitgetrackt.
Die Tracks entstehen im NMEA-Format. Diese konvertiere ich in das
Google-Earth- und ins GPX-Format und lade die Tracks in Google-Earth um
sie mir anzusehen. Sollte ich festellen, dass Punkte schlecht gesetzt
sind (also nicht auf der Straße oder sowas), editiere ich sie direkt in
der GPX-Datei.
Davon möchte ich dringend abraten. Zum einen sind die Google Earth
Luftbilder auch nicht zwingend genau, zum anderen könnte hierbei ein
Lizenzkonflikt entstehen, da du ja von den Googlebildern abmalst.
Oder editierst du wirklich direkt in der GPX-Datei? (Also mit dem Editor
deiner Wahl)
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
Sollte ich feststellen, dass es irgendwie nicht gut passt, öffne ich die
GPX-Datei, suche den entsprechenden Eintrag im Editor meiner Wahl und
entferne oder editiere ihn. Sind alle Punkte berichtigt, lade ich die
GPX-Daten bei OSM hoch.
Post by John07
Post by Jan
Dann lade ich den Track bei OSM hoch, warte 30 Minuten
und erhalte die Bestätigungsemail, dass die Daten eingetragen worden sind.
In Google-Earth liegen die Tracks wunderbar auf den Straßen, so dass es
mMn überhaupt keinen Sinn macht, da irgendwas per Hand einzumalen.
Schließlich ist der Track mit 2000 Punkten deutlich genauer als
irgendein Rumgeklicke von Hand in JOSM bzw. Potlatch.
Genau die 2000 Punkte sind das Problem. Wenn du eine gerade Straße hast
genügen im Idealfall 2 Punkte am Anfang und am Ende. 2000 Punkte sind
hier dann nur eine unnötige Datenmenge. Wenn ich soetwas sehe,
benachrichtige ich den Nutzer und vereinfache den Weg.
Das Problem ist doch, dass vielleicht in Amerika im mittleren Westen
alle Straßen nur aus Geraden bestehen. Hier in Europa kenne ich quasi
keine gerade Straße. Diese Knicke, Verwindungen etz. sehe ich eben als
genau die wichtige Info an. Schließlich will ich mit den Daten von OSM
irgendwann navigieren können und da finde ich es sehr wohl relevant, wie
die Straße verläuft, vor allem weil die Länge der Wegstrecke nur durch
eine Gerade zwar einfach berechenbar ist, aber leider dann von der
Realität abweicht. Dann könnte ich es mir auch sparen OSM zu nutzen.
Wenn man mit dem Auto fährt ist die Datenmenge ja durchaus gut
überschaubar. Wenn man nur 50 km/h schnell fährt, dann bedeutet das,
dass man ca. 14 Meter pro Sekunde zurücklegt, also alle 14 Meter ein
Wegpunkt gesetzt wird. 14 Meter ist schon eine große Strecke. Wenn man
nur alle 5 Sekunden einen Punkt setzen lässt, ist man 70 Meter gefahren,
bevor der neue Punkt gesetzt wird. Ggf. musste man eine scharfe Kurve
fahren und auf dem Track ist davon aber leider nichts mehr sichtbar.
Davon abgesehen: Sollte die Straße zu viele Wegpunkte haben sehe ich es
nicht als "meine Aufgabe" an, die Tracks mathematisch passend zu
korrigieren. Nicht umsonst gibt es gute Algorithmen, die eben aus den
Wegpunkten die "reale" Strecke errechnen. Da JOSM und Co anscheinend
nicht über entsprechende Algorithmen verfügen, ist es mir momentan
einfach egal, zumal JOSM und Co ja ohnehin weiterentwickelt wird und
dann hoffentlich irgendwann potent genug ist um damit anständig arbeiten
zu können. Dieses "Problem" hat man ja eh bei fast jeder
OpenSource-Software. Sie muss "reifen", um entsprechend gut bzw. besser
zu werden als kommerziell erhältliche Software.
Post by John07
Außerdem
korrigiert man ja eben normalerweise nicht die Tracks an Hand von Google
Earth.
Wie korrigiert man denn bitte sonst die Tracks? Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt. Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt, einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig. Beim
Von-Hand-Editieren sehe ich zumindest direkt, was passiert. Das ist bei
OSM leider nicht der Fall. JOSM empfinde ich persönlich als massiv
schlechtes Stück Software, zumindest komme ich damit überhaupt nicht klar.
Post by John07
Daher haben meine Tracks öfters Ausreißer, die ich dann, wenn ich
manuell nachmal, beseitigen kann. Wenn du einmal durch eine Schlucht
oder durch einen dichten Wald gelaufen bist, wirst du wissen, was ich meine.
Dafür habe ich mir eben einen entsprechend guten Tracker gekauft, der
genau genug ist. Sollte ich irgendwelche Probleme feststellen, editiere
ich den Track und lade ihn dann bei OSM hoch.
Post by John07
Post by Jan
http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces
Ich finde, dass es erstmal wichtiger ist überhaupt die Straßen zu
erfassen, als direkt alles von Anfang an zu wollen (Straßennamen /
Hausnummern / POIs /...). Deswegen will ich einfach nur die Tracks in
die Karte einbauen, was mir aber JOSM / Potlatch nicht erlaubt. Von Hand
nachmalen werde ich die Teile nicht, dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss.
Da verstehst du etwas falsch. Du läufst rum, damit du überhaupt weißt,
wo die Straße ist. Gerade die ganzen Zusatzinfos und das Eintragen in
JOSM/Potlach machen einen großen Teil der Arbeit aus.
Natürlich macht das einen Großteil der Arbeit aus. Wenn ich aber nicht
rumlaufe sondern die Karte einfach bei Google-Earth abmale, könnte es ja
auch wie von dir richtig bemerkt, zu Urheberrechtsproblemen führen. Die
ganzen Zusatzinfos, also welche Straße wo ist etz. werde ich,
vorausgesetzt es gibt einen schnellen, guten Editor, entsprechend
nachtragen. Leider bin ich quasi der einzige Tracker in meinem Umfeld,
so dass ich quasi alleine die ganze Umgebung mappen kann/darf. Wenn das
Straßennetz erfasst worden ist, dann können andere sehr gut mitarbeiten,
da dann ja "nur" noch die Hälfte der Informationen fehlt, nämlich die
Namen der Straßen, POIs, usw. Der Unterschied ist auch, dass ich um nur
einen Straßennamen hinzuzufügen eben nicht durch das Dorf laufen muss,
sondern das auch bequem von zu Hause aus machen kann. Dafür brauche ich
nicht mal Google-Earth oder irgendeine Karte, schließlich wohne ich dort
und kenne die Namen.

Bzgl. der Hausnummern hoffe ich, dass es irgendwann eine Software für
Win Mobile/iPhone/Symbian/... geben wird, mit der ich direkt in Echtzeit
mappen und editieren kann, d.h. ich laufe am Haus vorbei, das Gerät
stellt fest wo ich bin, ich sage "füge die Hausnummer zu, dort wo ich
mich befinde" und es wird die Hausnummer in OSM gesetzt. Das Gleiche
gilt natürlich auch für Tankstellen, Theater, Einkaufsläden usw. Schön
wäre es, wenn man nicht zwingend online sein muss um zu editieren, so
dass man sich einen Dump auf sein Gerät laden kann und dann zu Hause
eben die Änderungen in OSM speichern kann. Bis es so eine Software gibt,
dauert es aber bestimmt noch. Da man als Anfänger aber eh überhaupt
nicht durch die OSM-Struktur durchsteigt, gestaltet es sich eben
besonders schwer, wenn man keine Ahnung hat, an wen man sich wo und wie
wenden kann.
Post by John07
Gruß
Jonas
Liebe Grüße
Jan
Post by John07
_______________________________________________
Talk-de mailing list
http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de
Frederik Ramm
2008-09-07 17:39:07 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Jan
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
In dem Moment, wo Du eine Aenderung an Deinem Track aufgrund von Google
Earth machst, hast Du allerdings schon Google-Daten abgemalt.

Die Annahme, Google Earth sei irgendwie "realer" als Dein Track, ist
uebrigens ein haeufiger Irrtum.
Post by Jan
Post by John07
Genau die 2000 Punkte sind das Problem. Wenn du eine gerade Straße hast
genügen im Idealfall 2 Punkte am Anfang und am Ende. 2000 Punkte sind
hier dann nur eine unnötige Datenmenge. Wenn ich soetwas sehe,
benachrichtige ich den Nutzer und vereinfache den Weg.
Das Problem ist doch, dass vielleicht in Amerika im mittleren Westen
alle Straßen nur aus Geraden bestehen. Hier in Europa kenne ich quasi
keine gerade Straße. Diese Knicke, Verwindungen etz. sehe ich eben als
genau die wichtige Info an. Schließlich will ich mit den Daten von OSM
irgendwann navigieren können und da finde ich es sehr wohl relevant, wie
die Straße verläuft, vor allem weil die Länge der Wegstrecke nur durch
eine Gerade zwar einfach berechenbar ist, aber leider dann von der
Realität abweicht. Dann könnte ich es mir auch sparen OSM zu nutzen.
Falls Du damit sagen willst, dass OSM fuer Dich unbrauchbar ist, wenn es
von der Realitaet abweicht, dann kann die Antwort nur sein: Dann ist OSM
fuer Dich unbrauchbar, Punkt.

Bei OSM approximieren wir einen Kreis vielleicht mit einem 10- oder
16-Eck, ganz Penible neben vielleicht auch mal 32 Ecken, aber alles, was
darueber hinausgeht, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit mal von
irgendwem "vereinfacht".
Post by Jan
Wenn man mit dem Auto fährt ist die Datenmenge ja durchaus gut
überschaubar. Wenn man nur 50 km/h schnell fährt, dann bedeutet das,
dass man ca. 14 Meter pro Sekunde zurücklegt, also alle 14 Meter ein
Wegpunkt gesetzt wird. 14 Meter ist schon eine große Strecke. Wenn man
nur alle 5 Sekunden einen Punkt setzen lässt, ist man 70 Meter gefahren,
bevor der neue Punkt gesetzt wird. Ggf. musste man eine scharfe Kurve
fahren und auf dem Track ist davon aber leider nichts mehr sichtbar.
Wenn Du die Kurve mit 50 gefahren bist, war sie keine scharfe Kurve.
Post by Jan
Davon abgesehen: Sollte die Straße zu viele Wegpunkte haben sehe ich es
nicht als "meine Aufgabe" an, die Tracks mathematisch passend zu
korrigieren. Nicht umsonst gibt es gute Algorithmen, die eben aus den
Wegpunkten die "reale" Strecke errechnen. Da JOSM und Co anscheinend
nicht über entsprechende Algorithmen verfügen, ist es mir momentan
einfach egal, zumal JOSM und Co ja ohnehin weiterentwickelt wird und
dann hoffentlich irgendwann potent genug ist um damit anständig arbeiten
zu können.
JOSM hat jetzt schon einen Mechanismus, um Ways zu vereinfachen. Dieser
muss allerdings vom Benutzer aktiviert werden; er wird nicht automatisch
angewandt, und schon gar nicht auf irgendwelche Ways von irgendjemand
anderem, die irgendwo in der Datenbank schlummern.
Post by Jan
Dieses "Problem" hat man ja eh bei fast jeder
OpenSource-Software. Sie muss "reifen", um entsprechend gut bzw. besser
zu werden als kommerziell erhältliche Software
Ich sehe das Problem hier in Deinem Arbeitsablauf. Du ziehst es vor,
Zeit in einen GPX-Editor zu investieren, um dort Deine Tracks
geradezuruecken und Punktwolken usw. zu entfernen, und moechtest daher
im OSM-Editor keine Zeit mehr aufwenden. Andere nutzen die gleiche Zeit,
um den rohen Track in JOSM nachzuzeichnen. Das ist in meinen Augen die
vernuenftigere Vorgehensweise; wenn Du mal in einem Gebiet mappst, das
noch nicht ganz leer ist, wirst Du schnell sehen, warum.
Post by Jan
Wie korrigiert man denn bitte sonst die Tracks? Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt. Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt, einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig.
Diese Verknuepfung verstehe ich nicht. Ob ein Editor schlecht ist oder
nicht hat doch nichts mit der Qualitaet der Tracks zu tun. Die
automatische Konvertierung von GPX nach OSM ist bei uns im Projekt
unueblich und wird auch von den meisten nicht als Ziel gesehen, auf das
es sich hinzuarbeiten lohnt, weil sowieso noch sehr viel Handarbeit
erforderlich ist - die Anpassung des automatisch generierten Outputs
duerfte in den allermeisten Faellen mehr Arbeit machen als gleich von
Hand einen Way ueber den GPX-Track zu zeichnen.

Im allgemeinen ist es etwas unguenstig fuer einen Neueinsteiger, erstmal
aufzuzaehlen, was er alles Scheisse findet und das dass, was die anderen
tun, alles Quatsch ist, aber jeder muss selbst seinen Stil finden.
Post by Jan
Beim
Von-Hand-Editieren sehe ich zumindest direkt, was passiert. Das ist bei
OSM leider nicht der Fall.
Hm. Fehlbedienung?
Post by Jan
Post by John07
Daher haben meine Tracks öfters Ausreißer, die ich dann, wenn ich
manuell nachmal, beseitigen kann. Wenn du einmal durch eine Schlucht
oder durch einen dichten Wald gelaufen bist, wirst du wissen, was ich meine.
Dafür habe ich mir eben einen entsprechend guten Tracker gekauft, der
genau genug ist. Sollte ich irgendwelche Probleme feststellen, editiere
ich den Track und lade ihn dann bei OSM hoch.
Entweder weisst Du nicht, wie GPS funktioniert, oder Du bist einem
Werbespruch eines Verkaeufers aufgesessen. Oder beides.
Post by Jan
Post by John07
Post by Jan
Deswegen will ich einfach nur die Tracks in
die Karte einbauen, was mir aber JOSM / Potlatch nicht erlaubt. Von Hand
nachmalen werde ich die Teile nicht, dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss.
JEDER von uns malt "die Teile" von Hand nach. Entweder bist Du ein Genie
und wir alle sind Deppen, die sich unnoetig Arbeit machen, oder ... "EIN
Geisterfahrer? HUNDERTE!!!!!" ;-)

Joerg Ostertag hat ein halbwegs brauchbares Perl-Skript, mit dem Du
Tracks automatisch simplifizieren und hochladen kannst; es passt sogar
auf, dass keine Doubletten erzeugt werden. Ich weiss bloss nicht, ob das
noch gepflegt wurde seit dem API 0.5. Es wird hier in Deutschland sehr
wenig eingesetzt, weil es praktisch nur dort brauchbar ist, wo noch kaum
Daten vorliegen.

Ansonsten, wenn Du so weitermachen willst wie bisher, dann sei Dir
wenigstens das UtilsPlugin fuer JOSM ans Herz gelegt (mit der "Simplify
Way"-Funktion, die die unnoetigen Nodes entfernt) - oder Du machst das
halt mit Deinem GPX-Editor. Auch Dein Wunder-GPS wird eine
durchschnittliche Genauigkeit von +/- 10m nicht unterbieten, es ist also
ziemlich witzlos, in einer Kurve einen Punkt alle paar Meter zu setzen.
Und das "Korrigieren" Deiner Tracks anhand von Google solltest Du
unterlassen. Ich persoenlich bin zwar der Ansicht, dass man das alles
nicht allzu ernst nehmen sollte, aber die Englaender sehen das anders
und werden Daten, von denen der Autor sagt, sie seien anhand von
geschuetzten Quellen wie Google "korrigiert", im Zweifel loeschen. Noch
dazu ist die Annahme, Google sei korrekter als Du, wie ich oben
geschrieben habe, mit grosser Wahrscheinlichkeit unzutreffend. Deren
Bilder sind auch teilweise 5 Jahre alt und schlecht orthoreferenziert.

Bye
Frederik
--
Frederik Ramm ## eMail frederik-VkTBmBTYYDUdnm+***@public.gmane.org ## N49°00'09" E008°23'33"
Jan
2008-09-07 18:30:16 UTC
Permalink
Post by Jan
Hallo,
Post by Jan
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
In dem Moment, wo Du eine Aenderung an Deinem Track aufgrund von Google
Earth machst, hast Du allerdings schon Google-Daten abgemalt.
Hier muss sich dann ein Gericht damit beschäftigen, ob in dem Fall
tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt und wenn ja, ob ich
als juristischer Laie dafür überhaupt haftbar bin, sollte eine
Lizenzverletzung vorliegen. Zusätzlich ist fraglich ob eine
entsprechende Schöpfungshöhe überhaupt erreicht wurde oder nicht. Dafür
ist dann aber ein Gericht zuständig.
Post by Jan
Die Annahme, Google Earth sei irgendwie "realer" als Dein Track, ist
uebrigens ein haeufiger Irrtum.
Post by Jan
Post by John07
Genau die 2000 Punkte sind das Problem. Wenn du eine gerade Straße hast
genügen im Idealfall 2 Punkte am Anfang und am Ende. 2000 Punkte sind
hier dann nur eine unnötige Datenmenge. Wenn ich soetwas sehe,
benachrichtige ich den Nutzer und vereinfache den Weg.
Das Problem ist doch, dass vielleicht in Amerika im mittleren Westen
alle Straßen nur aus Geraden bestehen. Hier in Europa kenne ich quasi
keine gerade Straße. Diese Knicke, Verwindungen etz. sehe ich eben als
genau die wichtige Info an. Schließlich will ich mit den Daten von OSM
irgendwann navigieren können und da finde ich es sehr wohl relevant, wie
die Straße verläuft, vor allem weil die Länge der Wegstrecke nur durch
eine Gerade zwar einfach berechenbar ist, aber leider dann von der
Realität abweicht. Dann könnte ich es mir auch sparen OSM zu nutzen.
Falls Du damit sagen willst, dass OSM fuer Dich unbrauchbar ist, wenn es
von der Realitaet abweicht, dann kann die Antwort nur sein: Dann ist OSM
fuer Dich unbrauchbar, Punkt.
Bei OSM approximieren wir einen Kreis vielleicht mit einem 10- oder
16-Eck, ganz Penible neben vielleicht auch mal 32 Ecken, aber alles, was
darueber hinausgeht, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit mal von
irgendwem "vereinfacht".
Post by Jan
Wenn man mit dem Auto fährt ist die Datenmenge ja durchaus gut
überschaubar. Wenn man nur 50 km/h schnell fährt, dann bedeutet das,
dass man ca. 14 Meter pro Sekunde zurücklegt, also alle 14 Meter ein
Wegpunkt gesetzt wird. 14 Meter ist schon eine große Strecke. Wenn man
nur alle 5 Sekunden einen Punkt setzen lässt, ist man 70 Meter gefahren,
bevor der neue Punkt gesetzt wird. Ggf. musste man eine scharfe Kurve
fahren und auf dem Track ist davon aber leider nichts mehr sichtbar.
Wenn Du die Kurve mit 50 gefahren bist, war sie keine scharfe Kurve.
Hier im Dorf gibt es eine Straße, die um zwei Häuser rumgeht.
Post by Jan
Post by Jan
Davon abgesehen: Sollte die Straße zu viele Wegpunkte haben sehe ich es
nicht als "meine Aufgabe" an, die Tracks mathematisch passend zu
korrigieren. Nicht umsonst gibt es gute Algorithmen, die eben aus den
Wegpunkten die "reale" Strecke errechnen. Da JOSM und Co anscheinend
nicht über entsprechende Algorithmen verfügen, ist es mir momentan
einfach egal, zumal JOSM und Co ja ohnehin weiterentwickelt wird und
dann hoffentlich irgendwann potent genug ist um damit anständig arbeiten
zu können.
JOSM hat jetzt schon einen Mechanismus, um Ways zu vereinfachen. Dieser
muss allerdings vom Benutzer aktiviert werden; er wird nicht automatisch
angewandt, und schon gar nicht auf irgendwelche Ways von irgendjemand
anderem, die irgendwo in der Datenbank schlummern.
Wie finde ich denn diese Funktion? Die Neulings-Einführung ist leider
nicht besonders gelungen, so dass ich als Neuling so gut wie keine
nützliche Information (außer die Umstellung der Sprache, was ich noch
selbst hätte finden können) bekomme. Das Ganze läuft auf "probiere ob es
klappt" hinaus und erzeugt massiven Unmut, da die Software eben leider
für mich nicht intuitiv bedienbar ist. Potlatch ist da besser, wobei
dort das Nachmalen von Tracks noch schwerer ist als in JOSM. JOSM gibt
mir allerlei, für mich als Anfänger, unnütze Informationen wie z.B.
Wegpfeile. Die sind da, ich habe keine Ahnung warum, auf Screenshots in
dem Wiki gibt es tolle, bunte Bilder mit irgendeinem Addon aber wie man
es bekommt, steht dort leider nicht. Zusätzlich ist JOSM nicht gerade
schnell.
Post by Jan
Post by Jan
Dieses "Problem" hat man ja eh bei fast jeder
OpenSource-Software. Sie muss "reifen", um entsprechend gut bzw. besser
zu werden als kommerziell erhältliche Software
Ich sehe das Problem hier in Deinem Arbeitsablauf. Du ziehst es vor,
Zeit in einen GPX-Editor zu investieren, um dort Deine Tracks
geradezuruecken und Punktwolken usw. zu entfernen, und moechtest daher
im OSM-Editor keine Zeit mehr aufwenden. Andere nutzen die gleiche Zeit,
um den rohen Track in JOSM nachzuzeichnen. Das ist in meinen Augen die
vernuenftigere Vorgehensweise; wenn Du mal in einem Gebiet mappst, das
noch nicht ganz leer ist, wirst Du schnell sehen, warum.
D.h. ich werde in Zukunft meine Tracks direkt hochladen, ohne sie vorher
zu editieren. Dann könnte theoretisch jeder andere Nutzer die Tracks
ebenfalls nachmalen.
Post by Jan
Post by Jan
Wie korrigiert man denn bitte sonst die Tracks? Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt. Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt, einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig.
Diese Verknuepfung verstehe ich nicht. Ob ein Editor schlecht ist oder
nicht hat doch nichts mit der Qualitaet der Tracks zu tun. Die
automatische Konvertierung von GPX nach OSM ist bei uns im Projekt
unueblich und wird auch von den meisten nicht als Ziel gesehen, auf das
es sich hinzuarbeiten lohnt, weil sowieso noch sehr viel Handarbeit
erforderlich ist - die Anpassung des automatisch generierten Outputs
duerfte in den allermeisten Faellen mehr Arbeit machen als gleich von
Hand einen Way ueber den GPX-Track zu zeichnen.
Im allgemeinen ist es etwas unguenstig fuer einen Neueinsteiger, erstmal
aufzuzaehlen, was er alles Scheisse findet und das dass, was die anderen
tun, alles Quatsch ist, aber jeder muss selbst seinen Stil finden.
Natürlich ist es für einen Neuling schlecht, alles aufzuzählen was ihm
nicht gefällt. Das Problem für den Neuling ist aber auch, wenn eine
entsprechend gute Hilfe leider nicht vorhanden ist oder wenn, dann so
gut versteckt ist, dass der Neuling diese nicht findet. Eine Hilfe in
chinesischer Sprache ist für einen deutschsprachigen Neuling leider auch
nicht gerade hilfreich. Deswegen schreibt sich der Neuling massiv
frustriert auf die Malingliste ein und lässt dann seinen ganzen Frust
ab, den er angesammelt hat.
Post by Jan
Post by Jan
Beim
Von-Hand-Editieren sehe ich zumindest direkt, was passiert. Das ist bei
OSM leider nicht der Fall.
Hm. Fehlbedienung?
Gut möglich. Ich sage ja, dass ich JOSM nicht verstehe und die Hilfe,
die ich bisher gefunden habe auch nicht gerade hilfreich finde bzw. die
hilfreiche Hilfe vermutlich irgendwo im Wiki versteckt ist.
Post by Jan
Post by Jan
Post by John07
Daher haben meine Tracks öfters Ausreißer, die ich dann, wenn ich
manuell nachmal, beseitigen kann. Wenn du einmal durch eine Schlucht
oder durch einen dichten Wald gelaufen bist, wirst du wissen, was ich meine.
Dafür habe ich mir eben einen entsprechend guten Tracker gekauft, der
genau genug ist. Sollte ich irgendwelche Probleme feststellen, editiere
ich den Track und lade ihn dann bei OSM hoch.
Entweder weisst Du nicht, wie GPS funktioniert, oder Du bist einem
Werbespruch eines Verkaeufers aufgesessen. Oder beides.
Post by Jan
Post by John07
Post by Jan
Deswegen will ich einfach nur die Tracks in
die Karte einbauen, was mir aber JOSM / Potlatch nicht erlaubt. Von Hand
nachmalen werde ich die Teile nicht, dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss.
JEDER von uns malt "die Teile" von Hand nach. Entweder bist Du ein Genie
und wir alle sind Deppen, die sich unnoetig Arbeit machen, oder ... "EIN
Geisterfahrer? HUNDERTE!!!!!" ;-)
Joerg Ostertag hat ein halbwegs brauchbares Perl-Skript, mit dem Du
Tracks automatisch simplifizieren und hochladen kannst; es passt sogar
auf, dass keine Doubletten erzeugt werden. Ich weiss bloss nicht, ob das
noch gepflegt wurde seit dem API 0.5. Es wird hier in Deutschland sehr
wenig eingesetzt, weil es praktisch nur dort brauchbar ist, wo noch kaum
Daten vorliegen.
Ansonsten, wenn Du so weitermachen willst wie bisher, dann sei Dir
wenigstens das UtilsPlugin fuer JOSM ans Herz gelegt (mit der "Simplify
Way"-Funktion, die die unnoetigen Nodes entfernt) - oder Du machst das
halt mit Deinem GPX-Editor. Auch Dein Wunder-GPS wird eine
durchschnittliche Genauigkeit von +/- 10m nicht unterbieten, es ist also
ziemlich witzlos, in einer Kurve einen Punkt alle paar Meter zu setzen.
Und das "Korrigieren" Deiner Tracks anhand von Google solltest Du
unterlassen. Ich persoenlich bin zwar der Ansicht, dass man das alles
nicht allzu ernst nehmen sollte, aber die Englaender sehen das anders
und werden Daten, von denen der Autor sagt, sie seien anhand von
geschuetzten Quellen wie Google "korrigiert", im Zweifel loeschen. Noch
dazu ist die Annahme, Google sei korrekter als Du, wie ich oben
geschrieben habe, mit grosser Wahrscheinlichkeit unzutreffend. Deren
Bilder sind auch teilweise 5 Jahre alt und schlecht orthoreferenziert.
Ich habe kein Problem meine bisherige Arbeitsweise zu verändern. Was mir
aber leider fehlt ist die nötige Hilfe. Ich bin auch gerne bereit mich
hinzusetzen und irgendwelche Anleitungen zu lesen, mir Videos anzusehen
aber wenn ich dort erklärt bekomme, wie ich in Bagdad eine Straße
hinzufüge, indem ich die Yahoo-Bilder abmale, kann ich mir sowas fast
schenken (ja, ich habe es mir ganz angesehen).
Post by Jan
Bye
Frederik
Liebe Grüße
Jan
John07
2008-09-07 18:43:28 UTC
Permalink
Ich glaub so langsam verstehen wir uns ;-)
Lass doch einfach in Zukunft Google Earth weg und wenn du unbedingt die
Punktwolken weg machen willst nutze z.B. Viking oder GPSMapEdit. Denn
Punktewolken erkennen geht auch ohne Google Earth.
Kennst du
http://wiki.openstreetmap.org/index.php/WikiProject_Germany/Screencasts ?
Könnte dir ziemlich helfen.
Das einzige Problem was ich jetzt noch sehe, ist, dass du denkst, das
Abmalen sei so viel Arbeit. Als ich hier angefangen hab, waren eigentl.
auch gar keine Daten vorhanden. Und ich hab trotzdem alles abgemalt.
Probier es bitte mal aus und du wirst merken, dass es nicht wirklich
lang dauert.
So, und weil du es unbedingt wissen wolltest: Öffne deinen GPS-Track in
Josm und geh rechts oben aufs Layerfeld. Dort klickst du deinen Track an
und machst Convert-to-Datalayer. Dann hast du richtig viele Punkte und
einen langen Weg. Dann bitte unbedingt das simplify way durchführen, am
besten mit simplify max error = 5 (findest du unter preferences dann
einstein)
Als ich damals ähnliche Probleme beim Einstieg mit JOSM hatte (gut,
nicht ganz so massiv ;-) ) hat mir dann ein erfahrener User per ICQ und
sogar Telefon geholfen. Daher mein Angebot, schick mir mal außerhalb der
Liste deine ICQ/Jabber ID, dann kann ich dir mal Schritt für Schritt helfen.
Gruß
Jonas
Tobias Hägele
2008-09-07 19:31:17 UTC
Permalink
Hier muss sich dann ein Gericht damit beschÀftigen, ob in dem Fall
tatsÀchlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt und wenn ja, ob ich
als juristischer Laie dafÃŒr ÃŒberhaupt haftbar bin, sollte eine
Lizenzverletzung vorliegen. ZusÀtzlich ist fraglich ob eine
entsprechende Schöpfungshöhe Ìberhaupt erreicht wurde oder nicht. DafÌr
ist dann aber ein Gericht zustÀndig.
WofÌr dann im Zweifelsfall OSM gerade stehen muss. - Nicht förderlich
Wie finde ich denn diese Funktion? Die Neulings-EinfÃŒhrung ist leider
nicht besonders gelungen, so dass ich als Neuling so gut wie keine
nÃŒtzliche Information (außer die Umstellung der Sprache, was ich noch
selbst hÀtte finden können) bekomme. Das Ganze lÀuft auf "probiere ob es
klappt" hinaus und erzeugt massiven Unmut, da die Software eben leider
fÃŒr mich nicht intuitiv bedienbar ist. Potlatch ist da besser, wobei
dort das Nachmalen von Tracks noch schwerer ist als in JOSM. JOSM gibt
mir allerlei, fÌr mich als AnfÀnger, unnÌtze Informationen wie z.B.
Wegpfeile. Die sind da, ich habe keine Ahnung warum, auf Screenshots in
dem Wiki gibt es tolle, bunte Bilder mit irgendeinem Addon aber wie man
es bekommt, steht dort leider nicht. ZusÀtzlich ist JOSM nicht gerade
schnell.
Gute Software und bedienbare Software sind unabhÀngig voneinander...
D.h. ich werde in Zukunft meine Tracks direkt hochladen, ohne sie vorher
zu editieren. Dann könnte theoretisch jeder andere Nutzer die Tracks
ebenfalls nachmalen.
Es spricht natÃŒrlich nichts dagegen, den Track am Anfang und Ende etwas
einzukÌrzen (PrivatsphÀre).
Post by Frederik Ramm
Hm. Fehlbedienung?
Gut möglich. Ich sage ja, dass ich JOSM nicht verstehe und die Hilfe,
die ich bisher gefunden habe auch nicht gerade hilfreich finde bzw. die
hilfreiche Hilfe vermutlich irgendwo im Wiki versteckt ist.
Also zuerst musst du dir JOSM einigermaßen nutzbar konfigurieren, das
ist im Wiki gut beschrieben.
Sobald du Daten geladen hast sollten in der rechten Spalte folgende
Fenster zu sehen sein (meine Erfahrung):
Layers
Propertys
Validatior

Ich gehe davon aus, das dein Track schon zu OSM hochgeladen wurde.
Dann lÀdst du das gewÌnschte Gebiet wieder von OSM herunter.
Im Downloadfenster markierst du oben alle drei Felder.
Nun solltest du folgendes im Fenster Erkennen:
1. Vorhandene Straßen
2. Rohe GPS Daten (in deinem Fall wahrscheinlich nur deine Eigenen)

Dann ist darauf zu achten, dass im "Layer" fenster der "Data Layer" aktiviert ist. Wenn er das ist, werden die vorhandenen Daten farbig.

Jetzt A fÃŒr add drÃŒcken. mit jedem Klick setzt du nun einen Punkt in die Landschaft. Diese Punkte werden automatisch mit einer Linie verbunden. Das machst du jetzt in der gewÃŒnschten Genauigkeit fÃŒr die ganze Straße.
Jetzt kommt der Punkt wo auch ich als AnfÀnger gescheitert bin:
Um einen Weg zu beenden S (select) drÃŒcken und ins Leere klicken.
Nun auf einen der automatisch erzeugten Striche klicken. Der gesamte Weg (nicht ein einzelner Punkt) sollte nun gelb Markiert sein.
Jetzt kannst du im "Presents" oder "Vorlagen" MenÌ auswÀhlen, was das ist, was du gerade gezeichnet hast.
Allgemein eine Straße, von der du nichts weißt, außer dass du da mit dem Auto langgefahren bist ist Streets->Road (highway=road im Propertys Fenster) nicht jedoch unclassified.
Wenn du noch weist, was es fÃŒr eine Straße war, richte dich nach dem Wiki http://wiki.openstreetmap.org/index.php/De:Map_Features#Wege
Nun Klicke wieder ins leere und drÃŒcke wieder A und das Spiel geht fÃŒr die nÀchste Straße von vorne los.

Den Kartenausschnitt kannst du jederzeit mit der rechten Maustaste verschieben und mit dem Mausrad zoomen

Das sollte das wichtigste fÃŒr den Anfang sein, da sieht man auch sofort, was gemacht wird.

zum Schluss nur noch das Ganze hochladen und gut ist
Liebe GrÌße
Jan
GrÌße,

Tobias
Bernd Wurst
2008-09-08 04:18:15 UTC
Permalink
Hallo.
Post by Tobias Hägele
Um einen Weg zu beenden S (select) drÃŒcken und ins Leere klicken.
Nun auf einen der automatisch erzeugten Striche klicken. Der gesamte Weg
(nicht ein einzelner Punkt) sollte nun gelb Markiert sein.
Nur "S" drÌcken reicht völlig aus, dann ist der gerade gemalte Weg ausgewÀhlt
und keine Nodes. ;-)

Gruß, Bernd
--
Wir stehen gesellschaftlich auf Stufe 3!
Da werden wir zwar verprÃŒgelt, aber es gibt einen Grund dafÃŒr!
- Milhouse, Die Simpsons
qbert biker
2008-09-07 19:36:12 UTC
Permalink
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Sun, 07 Sep 2008 20:30:16 +0200
Betreff: Re: [Talk-de] Anfängerfrage: Wie einen Track in JOSM/Potlatch hinzufügen?
Hallo,
Hier muss sich dann ein Gericht damit beschäftigen, ob in dem Fall
tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt und wenn ja, ob ich...
Die Diskussion dazu füllen Bände ;). Meine persönliche Meinung dazu:
Man sollte Google &Co moeglichst wenig Angriffsfleache geben. Wenn
man in ein Haifischbecken steigt, sollte man ein wenig vorsichtig sein.
Hat der Hai erst mal gebissen, tuts richtig weh...
Hier im Dorf gibt es eine Straße, die um zwei Häuser rumgeht.
Und an solchen Stellen zeigt sich sehr schnell die Qualitaet des
'selbermalens'. Je nach Geschwindigkeit gibt es zwei typische Fälle:

A, langsam, also typischerweise zu Fuss: Die Tracks driften mit vielen
Punkten um den tatsaechlichen Weg herum, was zu Schlangenlinien
führt, auch wenn der Weg gerade war. Aus der Erinnerung heraus
kann man oft sehr gut den echten Verlauf reproduzieren, indem man
in den Bereichen ein Gerade durchlegt. Es hat sich bei mir bewährt,
in josm auf die Meterangabe links oben zu schauen. Viel zu leicht
zieht man die Vergroesserung so weit auf, dass man im Meterabstand
vermeintliche Kurven einzeichnet, die nur Messfehler waren oder
kleine Schlenker.

Schnell, also typischerweise motorisiert: Die Tracks verschlucken
gern mal ein paar Details und Kurven werden zu Zickzacklinien.
Mit etwas Erfahrung, Erinnerung und Gefühl kann man die Ausprägung
der Kurven meistens ganz gut reproduzieren. Ich versuche dabei
intuitiv, einen bestimmten Winkel nicht zu unterschreiten. So unter
10° bringts kaum noch was, über 30° wirds eckig. In diesem Sinne
gehöre ich auch zu denen, die selber zeichnen, da ich dem Gefühl
meiner Maushand mehr traue als der nackten Technik.

Ein typisches Problem bei Tracks, die mit Auto/Motorrad erstellt
werden sind nicht existente Kurven bei Abbiegevorgängen. Die
sehen meist sehr real aus, sind aber kontraproduktiv. Denn auch
wenn die Abbiegespuren strikt gerade sind, fährt man automatisch
immer kleine Kurven aus, die aber nicht in die DB sollen, weil sie
ja das persoenliche Fahrverhalten zeigen und nicht den Verlauf.


Und zum Schluss noch eine kurze Bemerkung zur Ersterfassung:

Dein Ehrgeiz in allen Ehren, aber ein Eintrag, der nicht gleich bei
der Ersterfassung die ideale Qualität hat ,ist besser als gar keiner.
Eine Ersterfassung lockt oft Leute an, die sich bisher nicht
rangetraut haben und das ggf. verbessern.

Grüsse und noch viel Spass,

Hubert
--
Psssst! Schon das coole Video vom GMX MultiMessenger gesehen?
Der Eine für Alle: http://www.gmx.net/de/go/messenger03
Andreas Labres
2008-09-08 00:11:56 UTC
Permalink
Post by Frederik Ramm
Die Annahme, Google Earth sei irgendwie "realer" als Dein Track, ist
uebrigens ein haeufiger Irrtum.
ACK. Aber im GPS-Track jeden Punkt für bare Münze zu nehmen (und Abschattung,
DOP außer Acht zu lassen) genauso... ;)

Servus, Andreas
Garry
2008-09-07 17:38:50 UTC
Permalink
Post by Jan
Natürlich macht das einen Großteil der Arbeit aus. Wenn ich aber nicht
rumlaufe sondern die Karte einfach bei Google-Earth abmale, könnte es ja
auch wie von dir richtig bemerkt, zu Urheberrechtsproblemen führen. Die
ganzen Zusatzinfos, also welche Straße wo ist etz. werde ich,
vorausgesetzt es gibt einen schnellen, guten Editor, entsprechend
nachtragen. Leider bin ich quasi der einzige Tracker in meinem Umfeld,
so dass ich quasi alleine die ganze Umgebung mappen kann/darf. Wenn das
Straßennetz erfasst worden ist, dann können andere sehr gut mitarbeiten,
da dann ja "nur" noch die Hälfte der Informationen fehlt, nämlich die
Namen der Straßen, POIs, usw. Der Unterschied ist auch, dass ich um nur
einen Straßennamen hinzuzufügen eben nicht durch das Dorf laufen muss,
sondern das auch bequem von zu Hause aus machen kann. Dafür brauche ich
nicht mal Google-Earth oder irgendeine Karte, schließlich wohne ich dort
und kenne die Namen.
Bzgl. der Hausnummern hoffe ich, dass es irgendwann eine Software für
Win Mobile/iPhone/Symbian/... geben wird, mit der ich direkt in Echtzeit
mappen und editieren kann, d.h. ich laufe am Haus vorbei, das Gerät
stellt fest wo ich bin, ich sage "füge die Hausnummer zu, dort wo ich
mich befinde" und es wird die Hausnummer in OSM gesetzt. Das Gleiche
gilt natürlich auch für Tankstellen, Theater, Einkaufsläden usw. Schön
wäre es, wenn man nicht zwingend online sein muss um zu editieren, so
dass man sich einen Dump auf sein Gerät laden kann und dann zu Hause
eben die Änderungen in OSM speichern kann. Bis es so eine Software gibt,
dauert es aber bestimmt noch. Da man als Anfänger aber eh überhaupt
nicht durch die OSM-Struktur durchsteigt, gestaltet es sich eben
besonders schwer, wenn man keine Ahnung hat, an wen man sich wo und wie
wenden kann.
OSM-Tracker kennst Du?
Unterwegs direkt in der Datenbank zu editieren halte ich für zu
fehleranfällig- und man kommt vor
lauter editieren kaum vom Fleck.

Ich habe etliche 100 - ehr einige 1000km an Strassen nach der Methode
Track in JOSM-Laden
und nachzeichnen in OSM eingetragen. Dabei geht keine Kurve die die
GPS-Genauigkeit hergibt
verloren. Nach dieser Methode lernt man sehr schnell wo GPS funktioniert
hat und wo man
ein bischen interpolieren muss - z.B. wenn man unter einer
Hochspannungsleitung durchfährt..
Auf den ersten Blick scheint das viel Arbeit zu sein - unterm Strich
aber gerade im schon dicht erfassten
Deutschland wo man ständig an vorhandene Daten anknüpfen muss - was
nicht automatisch geht - ehr
weniger als bei einer automatischen Konvertierung die viele
Fehlerquellen bietet.

Garry
Jan
2008-09-07 18:30:14 UTC
Permalink
Post by Garry
Post by Jan
Natürlich macht das einen Großteil der Arbeit aus. Wenn ich aber nicht
rumlaufe sondern die Karte einfach bei Google-Earth abmale, könnte es ja
auch wie von dir richtig bemerkt, zu Urheberrechtsproblemen führen. Die
ganzen Zusatzinfos, also welche Straße wo ist etz. werde ich,
vorausgesetzt es gibt einen schnellen, guten Editor, entsprechend
nachtragen. Leider bin ich quasi der einzige Tracker in meinem Umfeld,
so dass ich quasi alleine die ganze Umgebung mappen kann/darf. Wenn das
Straßennetz erfasst worden ist, dann können andere sehr gut mitarbeiten,
da dann ja "nur" noch die Hälfte der Informationen fehlt, nämlich die
Namen der Straßen, POIs, usw. Der Unterschied ist auch, dass ich um nur
einen Straßennamen hinzuzufügen eben nicht durch das Dorf laufen muss,
sondern das auch bequem von zu Hause aus machen kann. Dafür brauche ich
nicht mal Google-Earth oder irgendeine Karte, schließlich wohne ich dort
und kenne die Namen.
Bzgl. der Hausnummern hoffe ich, dass es irgendwann eine Software für
Win Mobile/iPhone/Symbian/... geben wird, mit der ich direkt in Echtzeit
mappen und editieren kann, d.h. ich laufe am Haus vorbei, das Gerät
stellt fest wo ich bin, ich sage "füge die Hausnummer zu, dort wo ich
mich befinde" und es wird die Hausnummer in OSM gesetzt. Das Gleiche
gilt natürlich auch für Tankstellen, Theater, Einkaufsläden usw. Schön
wäre es, wenn man nicht zwingend online sein muss um zu editieren, so
dass man sich einen Dump auf sein Gerät laden kann und dann zu Hause
eben die Änderungen in OSM speichern kann. Bis es so eine Software gibt,
dauert es aber bestimmt noch. Da man als Anfänger aber eh überhaupt
nicht durch die OSM-Struktur durchsteigt, gestaltet es sich eben
besonders schwer, wenn man keine Ahnung hat, an wen man sich wo und wie
wenden kann.
OSM-Tracker kennst Du?
Jetzt schon. Vielen Dank für den Hinweis!
Post by Garry
Unterwegs direkt in der Datenbank zu editieren halte ich für zu
fehleranfällig- und man kommt vor
lauter editieren kaum vom Fleck.
Da würde auch ein Dump normalerweise vermutlich ausreichen.
Post by Garry
Ich habe etliche 100 - ehr einige 1000km an Strassen nach der Methode
Track in JOSM-Laden
und nachzeichnen in OSM eingetragen. Dabei geht keine Kurve die die
GPS-Genauigkeit hergibt
verloren. Nach dieser Methode lernt man sehr schnell wo GPS funktioniert
hat und wo man
ein bischen interpolieren muss - z.B. wenn man unter einer
Hochspannungsleitung durchfährt..
Auf den ersten Blick scheint das viel Arbeit zu sein - unterm Strich
aber gerade im schon dicht erfassten
Deutschland wo man ständig an vorhandene Daten anknüpfen muss - was
nicht automatisch geht - ehr
Leider ist meine Region quasi überhaupt nicht oder nur sehr schlecht
erfasst. Da muss eben irgendwer mit dem GPS rumlaufen und die Daten sammeln.
Post by Garry
weniger als bei einer automatischen Konvertierung die viele
Fehlerquellen bietet.
Garry
_______________________________________________
Talk-de mailing list
http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de
Garry
2008-09-07 22:10:18 UTC
Permalink
Post by Jan
Post by Garry
Ich habe etliche 100 - ehr einige 1000km an Strassen nach der Methode
Track in JOSM-Laden
und nachzeichnen in OSM eingetragen. Dabei geht keine Kurve die die
GPS-Genauigkeit hergibt
verloren. Nach dieser Methode lernt man sehr schnell wo GPS funktioniert
hat und wo man
ein bischen interpolieren muss - z.B. wenn man unter einer
Hochspannungsleitung durchfährt..
Auf den ersten Blick scheint das viel Arbeit zu sein - unterm Strich
aber gerade im schon dicht erfassten
Deutschland wo man ständig an vorhandene Daten anknüpfen muss - was
nicht automatisch geht - ehr
Leider ist meine Region quasi überhaupt nicht oder nur sehr schlecht
erfasst. Da muss eben irgendwer mit dem GPS rumlaufen und die Daten sammeln.
Versuch vielleicht erstmal mit einem Fahrzeug etwas grossflächiger die
Hauptstrecken zu erfassen - durch
die schnellere Bewegung sehen diese erstmal sauberer aus und
verunsichern einem nicht so beim Umwandeln
in OSM-Daten. Dann hast Du eine gewisses Refereznetz auf das Du aufbauen
kannst.


Garry
Bernd Wurst
2008-09-07 17:40:25 UTC
Permalink
Hallo.
Post by Jan
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
Sollte ich feststellen, dass es irgendwie nicht gut passt, öffne ich die
GPX-Datei, suche den entsprechenden Eintrag im Editor meiner Wahl und
entferne oder editiere ihn. Sind alle Punkte berichtigt, lade ich die
GPX-Daten bei OSM hoch.
Genau das ist Abmalen.
Wenn jetzt ein Google-Mitarbeiter diese "realen" Luftbilder hernimmt und eine
kleine Kurve per Bildbarbeitung grade bügelt, dann wirst du diese Änderung
abmalen da du denkst, dein GPS hat gesponnen.

Das sind diese kleinen, bewusst eingebauten Fehler, deren Existenz
normalerweise geleugnet wird, die aber genau dazu da sind um Abmalen zu
erkennen.
Oder hast du von Google schriftlich die Garantie bekommen, dass deren
Luftbilder die Realität und nichts anderes als die Realität abbilden? Das
wäre nett, denn dann könnten wir die bedenkenlos abmalen.


Du kannst Punkte löschen wenn du anhand des Tracks erkennen kannst, dass die
nicht ins Gesamtbild passen. Aber bitte nicht editieren (verschieben) anhand
einer proprietären Datenquelle!
Post by Jan
Das Problem ist doch, dass vielleicht in Amerika im mittleren Westen
alle Straßen nur aus Geraden bestehen. Hier in Europa kenne ich quasi
keine gerade Straße. Diese Knicke, Verwindungen etz. sehe ich eben als
genau die wichtige Info an. Schließlich will ich mit den Daten von OSM
irgendwann navigieren können und da finde ich es sehr wohl relevant, wie
die Straße verläuft, vor allem weil die Länge der Wegstrecke nur durch
eine Gerade zwar einfach berechenbar ist, aber leider dann von der
Realität abweicht. Dann könnte ich es mir auch sparen OSM zu nutzen.
Das ist doch kein Widerspruch!!
Es gibt immer gerade Stückchen, die man dann auch bitte nicht mit einem Punkt
alle 10 Meter abbilden muss. Manchmal kann es mehrere hundert Meter
schnurgerade verlaufen.
Andermal setzt man alle paar Meter nen Punkt in einer Spitzkehre.
Post by Jan
Wenn man mit dem Auto fährt ist die Datenmenge ja durchaus gut
überschaubar. Wenn man nur 50 km/h schnell fährt, dann bedeutet das,
dass man ca. 14 Meter pro Sekunde zurücklegt, also alle 14 Meter ein
Wegpunkt gesetzt wird. 14 Meter ist schon eine große Strecke. Wenn man
nur alle 5 Sekunden einen Punkt setzen lässt, ist man 70 Meter gefahren,
bevor der neue Punkt gesetzt wird. Ggf. musste man eine scharfe Kurve
fahren und auf dem Track ist davon aber leider nichts mehr sichtbar.
Davon abgesehen: Sollte die Straße zu viele Wegpunkte haben sehe ich es
nicht als "meine Aufgabe" an, die Tracks mathematisch passend zu
korrigieren. Nicht umsonst gibt es gute Algorithmen, die eben aus den
Wegpunkten die "reale" Strecke errechnen. Da JOSM und Co anscheinend
nicht über entsprechende Algorithmen verfügen, ist es mir momentan
einfach egal, zumal JOSM und Co ja ohnehin weiterentwickelt wird und
dann hoffentlich irgendwann potent genug ist um damit anständig arbeiten
zu können. Dieses "Problem" hat man ja eh bei fast jeder
OpenSource-Software. Sie muss "reifen", um entsprechend gut bzw. besser
zu werden als kommerziell erhältliche Software.
JOSM hat eine "simplify way"-Funktion, die genau das macht.

Aber meist ist das die umständlichere Methode und es geht schneller, den Weg
passend nachzuzeichnen.
Post by Jan
Post by John07
Außerdem
korrigiert man ja eben normalerweise nicht die Tracks an Hand von Google
Earth.
Wie korrigiert man denn bitte sonst die Tracks?
Gar nicht!
Löschen von ausreißer-Punkten ja, aber verschieben anhand irgendwelcher
proprietärer Ausgangsdaten ist eine Schande für das Projekt!
Post by Jan
Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt. Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt, einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig.
Watch your tone.
Wenn man einen Track in JOSM lokal öffnet (vor dem Hochladen), sich dann die
schon vorhandenen Trackpunkte von der Gegend herunterläd (sofern vorhanden),
kann man ganz gut beurteilen, wo es Ausreißer gibt und wo nicht.

Wenn es noch keine anderen Punkte gibt, sollte man aus dem Track an sich grob
herauslesen können, ob die Punkte Sinn machen oder ob es Ausreißer gibt.
Ausreißer kann man dann löschen.
Post by Jan
Beim
Von-Hand-Editieren sehe ich zumindest direkt, was passiert. Das ist bei
OSM leider nicht der Fall. JOSM empfinde ich persönlich als massiv
schlechtes Stück Software, zumindest komme ich damit überhaupt nicht klar.
Durch Neulings-Bonus knapp dem Killfile entgangen.

Eben beim Von-Hand-Editieren in JOSM siehst du was passiert. In der Zeit in
der du dein GPX-File mit einem proprietären Stück Kartenwerk vergleichst,
könntest du den Track auch echt mal nachmalen. Dann siehst du sofort wo eine
Straße wie in etwa verläuft.
Post by Jan
Dafür habe ich mir eben einen entsprechend guten Tracker gekauft, der
genau genug ist. Sollte ich irgendwelche Probleme feststellen, editiere
ich den Track und lade ihn dann bei OSM hoch.
Genauigkeit ist in gewissem Rahmen echt nicht das Problem.
Du *kannst* unter manchen Umständen mit handelsüblichen GPS-Geräten keine
absolute Genauigkeit erzielen, dafür ist GPS einfach nicht geeignet.

Auch wenn dein Tracker dir von seinem optimalen Signalpegel vorschwärmt und
die Punkte nachher in Google-Earth irgendwo auf der Straße liegen, so hast du
bestimmt bei mehrfachem Befahren des selben Weges bei unterschiedlichem
Wetter plötzlich leicht unterschiedliche Tracks.

Ob eine Straße bei OSM jetzt 5 Meter oder auch 20 Meter neben der realen
Position ist, ist für's erste echt mal richtig egal. Verfeinern kann man
immernoch.
Post by Jan
Da man als Anfänger aber eh überhaupt
nicht durch die OSM-Struktur durchsteigt, gestaltet es sich eben
besonders schwer, wenn man keine Ahnung hat, an wen man sich wo und wie
wenden kann.
Da ist es doch gut, wenn man ein untrübliches Selbstbewusstsein bzgl. der
Richtigkeit des eigenen Vorgehens hat, oder? ;-)

Gruß, Bernd
--
Wie lange eine Minute ist, hängt davon ab, auf welcher Seite der
Toilettentür man sich befindet.
Jan
2008-09-07 18:30:12 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Bernd Wurst
Hallo.
Post by Jan
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
Sollte ich feststellen, dass es irgendwie nicht gut passt, öffne ich die
GPX-Datei, suche den entsprechenden Eintrag im Editor meiner Wahl und
entferne oder editiere ihn. Sind alle Punkte berichtigt, lade ich die
GPX-Daten bei OSM hoch.
Genau das ist Abmalen.
Wenn jetzt ein Google-Mitarbeiter diese "realen" Luftbilder hernimmt und eine
kleine Kurve per Bildbarbeitung grade bügelt, dann wirst du diese Änderung
abmalen da du denkst, dein GPS hat gesponnen.
Das sind diese kleinen, bewusst eingebauten Fehler, deren Existenz
normalerweise geleugnet wird, die aber genau dazu da sind um Abmalen zu
erkennen.
Oder hast du von Google schriftlich die Garantie bekommen, dass deren
Luftbilder die Realität und nichts anderes als die Realität abbilden? Das
wäre nett, denn dann könnten wir die bedenkenlos abmalen.
Du kannst Punkte löschen wenn du anhand des Tracks erkennen kannst, dass die
nicht ins Gesamtbild passen. Aber bitte nicht editieren (verschieben) anhand
einer proprietären Datenquelle!
Vielleicht habe ich es schlecht beschrieben. Wenn ich feststelle, dass
der Track im Overlay bei Google-Earth zwar der Straße folgt, aber hier
und da mal anders aussieht, ist mir das eigentlich egal. Dafür lasse ich
den Punkt Punkt sein und Google Google aber alle Punkte in der Region zu
editieren, nur um die Punkte entsprechend auf der Karte von Google
liegen zu haben, würde ich nie machen. Teilweise stimmt die Karte bei
Google auch nicht mit dem Track überein, dann erhält der Track den
Vorzug, denn der wurde wenigstens mit dem GPS, welches von den
Amerikanern kontrolliert wird, erzeugt.
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Das Problem ist doch, dass vielleicht in Amerika im mittleren Westen
alle Straßen nur aus Geraden bestehen. Hier in Europa kenne ich quasi
keine gerade Straße. Diese Knicke, Verwindungen etz. sehe ich eben als
genau die wichtige Info an. Schließlich will ich mit den Daten von OSM
irgendwann navigieren können und da finde ich es sehr wohl relevant, wie
die Straße verläuft, vor allem weil die Länge der Wegstrecke nur durch
eine Gerade zwar einfach berechenbar ist, aber leider dann von der
Realität abweicht. Dann könnte ich es mir auch sparen OSM zu nutzen.
Das ist doch kein Widerspruch!!
Es gibt immer gerade Stückchen, die man dann auch bitte nicht mit einem Punkt
alle 10 Meter abbilden muss. Manchmal kann es mehrere hundert Meter
schnurgerade verlaufen.
Andermal setzt man alle paar Meter nen Punkt in einer Spitzkehre.
Post by Jan
Wenn man mit dem Auto fährt ist die Datenmenge ja durchaus gut
überschaubar. Wenn man nur 50 km/h schnell fährt, dann bedeutet das,
dass man ca. 14 Meter pro Sekunde zurücklegt, also alle 14 Meter ein
Wegpunkt gesetzt wird. 14 Meter ist schon eine große Strecke. Wenn man
nur alle 5 Sekunden einen Punkt setzen lässt, ist man 70 Meter gefahren,
bevor der neue Punkt gesetzt wird. Ggf. musste man eine scharfe Kurve
fahren und auf dem Track ist davon aber leider nichts mehr sichtbar.
Davon abgesehen: Sollte die Straße zu viele Wegpunkte haben sehe ich es
nicht als "meine Aufgabe" an, die Tracks mathematisch passend zu
korrigieren. Nicht umsonst gibt es gute Algorithmen, die eben aus den
Wegpunkten die "reale" Strecke errechnen. Da JOSM und Co anscheinend
nicht über entsprechende Algorithmen verfügen, ist es mir momentan
einfach egal, zumal JOSM und Co ja ohnehin weiterentwickelt wird und
dann hoffentlich irgendwann potent genug ist um damit anständig arbeiten
zu können. Dieses "Problem" hat man ja eh bei fast jeder
OpenSource-Software. Sie muss "reifen", um entsprechend gut bzw. besser
zu werden als kommerziell erhältliche Software.
JOSM hat eine "simplify way"-Funktion, die genau das macht.
Aber meist ist das die umständlichere Methode und es geht schneller, den Weg
passend nachzuzeichnen.
Hier habe ich das Problem, dass ich nicht wie in Berlin oder sonst wo in
Deutschland, wo schon eine gute Karte existiert und dort nur eben eine
kleine Änderung einmalen muss, sondern eben in einer Region in
Deutschland lebe, die nur ungenügend in den Datensätzen vorhanden ist.
Dort wäre es einfach massive Arbeit alle Punkte und Straßen von Hand
nachzumalen. Es handelt sich zwar nicht um ein Gebiet wie Berlin, was
die Dichte der Straßen angeht aber trotzdem habe ich einfach nicht die
Zeit da alles alleine einzubauen. Wenn ich aber das Straßennetz nicht
irgendwie da hinzufüge, wird es niemanden kümmern, ob da nun
irgendwelche GPX-Daten in der DB vorhanden sind, die von irgendwem stammen.
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Post by John07
Außerdem
korrigiert man ja eben normalerweise nicht die Tracks an Hand von Google
Earth.
Wie korrigiert man denn bitte sonst die Tracks?
Gar nicht!
Löschen von ausreißer-Punkten ja, aber verschieben anhand irgendwelcher
proprietärer Ausgangsdaten ist eine Schande für das Projekt!
Das mache ich auch nicht. Ich will eine Funktion, die folgendes macht:
"füge alle Punkte als unbekannte Straße in OSM hinzu. Vergleiche die
neuen Daten mit denen die in OSM vorhanden sind und führe eine
Vereinigung der Mengen durch."
Dann würde ich mich hinsetzen um dem Straßennetz Namen zu geben,
Tankstellen usw. Leider gibt es die Funktion nicht bzw. ich erinnere
mich nicht mehr, wie sie funktioniert (irgendwie hat es mal
funktioniert, also ich konnte alle Wegpunkte auswählen und dann eine
Straße drauf machen und dann wurde eben der Teil hinzugefügt, der in OSM
noch fehlt).
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt. Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt, einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig.
Watch your tone.
Es tut mir leid. Ich habe als absoluter Anfänger das Problem, dass sich
quasi alle Tutorials, die es gibt, darauf beziehen zusätzliche
Informationen in die Datenbank einzubauen aber eben nicht bei null
anzufangen, also ohne irgendwelche GPS-Daten oder ähnlich.
Post by Bernd Wurst
Wenn man einen Track in JOSM lokal öffnet (vor dem Hochladen), sich dann die
schon vorhandenen Trackpunkte von der Gegend herunterläd (sofern vorhanden),
kann man ganz gut beurteilen, wo es Ausreißer gibt und wo nicht.
Glaube ich gerne, nur gibt es eben leider in meiner Region so gut wie
keine Daten. Es existiert ein ganz ganz grobes Netz an Autobahnen und
Bundesstraßen aber selbst Kreisstraßen, die mehrere Dörfer miteinander
verbinden sind nicht vorhanden. Ich fange in meiner Region (in
Deutschland) quasi bei null an.
Post by Bernd Wurst
Wenn es noch keine anderen Punkte gibt, sollte man aus dem Track an sich grob
herauslesen können, ob die Punkte Sinn machen oder ob es Ausreißer gibt.
Ausreißer kann man dann löschen.
Natürlich. Im Track 3 von mir ist z.B. ein ganz fieser Ausreißer
vorhanden, der mehrere hundert Meter neben allen anderen Punkten liegt.
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Beim
Von-Hand-Editieren sehe ich zumindest direkt, was passiert. Das ist bei
OSM leider nicht der Fall. JOSM empfinde ich persönlich als massiv
schlechtes Stück Software, zumindest komme ich damit überhaupt nicht klar.
Durch Neulings-Bonus knapp dem Killfile entgangen.
Vielen Dank dafür.
Post by Bernd Wurst
Eben beim Von-Hand-Editieren in JOSM siehst du was passiert. In der Zeit in
der du dein GPX-File mit einem proprietären Stück Kartenwerk vergleichst,
könntest du den Track auch echt mal nachmalen. Dann siehst du sofort wo eine
Straße wie in etwa verläuft.
Das Ding ist, dass die vom GPS-Gerät erstellen Tracks immer ziemlich
genau auf der Straße liegen. Nur die wirklich richtigen Ausreißer, z.B.
welche die 1 km neben dem einen Punkt liegen, werden gelöscht, wenn
überhaupt. Dann ggf. noch andere Punkte, z.B. das Einmessen in den
ersten 20 Minuten. Ich muss keine 1400 Punkte hochladen, die alle mehr
oder weniger den gleichen Punkt darstellen oder soll ich die Punkte vom
Einmessen ebenfalls hochladen?
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Dafür habe ich mir eben einen entsprechend guten Tracker gekauft, der
genau genug ist. Sollte ich irgendwelche Probleme feststellen, editiere
ich den Track und lade ihn dann bei OSM hoch.
Genauigkeit ist in gewissem Rahmen echt nicht das Problem.
Du *kannst* unter manchen Umständen mit handelsüblichen GPS-Geräten keine
absolute Genauigkeit erzielen, dafür ist GPS einfach nicht geeignet.
Das ist mir klar. Mir ist ebenfalls klar, dass Google-Earth nicht der
Weisheit letzter Schluss ist, sondern ebenfalls nur eine zusätzliche
Datenquelle an mehr oder weniger verlässlichen Daten darstellt. Als
einzige Datenquelle würde ich Google-Earth niemals nutzen.
Post by Bernd Wurst
Auch wenn dein Tracker dir von seinem optimalen Signalpegel vorschwärmt und
die Punkte nachher in Google-Earth irgendwo auf der Straße liegen, so hast du
bestimmt bei mehrfachem Befahren des selben Weges bei unterschiedlichem
Wetter plötzlich leicht unterschiedliche Tracks.
Stimmt genau. Die Punkte liegen 3-4 Meter auseinander, wenn man auf der
gleichen Straße mehrmals, bei unterschiedlichem Wetter fährt.
Post by Bernd Wurst
Ob eine Straße bei OSM jetzt 5 Meter oder auch 20 Meter neben der realen
Position ist, ist für's erste echt mal richtig egal. Verfeinern kann man
immernoch.
Sehe ich auch so. Nur wäre es eben doch sehr schön, wenn es eine
Funktion gäbe, mit der ich meine nicht in den OSM-Daten vorhandene
Umgebung entsprechend schnell und bequem anhand des Logfiles umwandeln
kann. Wie gesagt, in Berlin sieht die Welt sicherlich deutlich anders
aus, hier bin ich aber der einzige, der überhaupt irgendwas macht.
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Da man als Anfänger aber eh überhaupt
nicht durch die OSM-Struktur durchsteigt, gestaltet es sich eben
besonders schwer, wenn man keine Ahnung hat, an wen man sich wo und wie
wenden kann.
Da ist es doch gut, wenn man ein untrübliches Selbstbewusstsein bzgl. der
Richtigkeit des eigenen Vorgehens hat, oder? ;-)
Natürlich ;). Ich sage ja nicht, dass meine Vorgehensweise unbedingt
richtig ist, ich sage nur, dass in meiner Region relativ wenig Daten
erfasst worden sind und quasi jedes Dorf dort fehlt.



Noch etwas zu meinem Ton:
Es tut mir leid, wenn ich sehr unfreundlich war und die Arbeit von
anderen nicht entsprechend gewürdigt habe. Ich war einfach nur massiv
gefrustet, da leider JOSM nicht so funktioniert, wie ich es mir
vorstelle und die Tutorials fast alle davon ausgehen, dass ich in ein
vorhandenes Straßennetz Hausnummern und POIs hinzufügen will aber nicht,
dass ich bei Null anfangen muss. Wenn du ein entsprechendes Tutorial
kennst würde ich mich sehr freuen, wenn du mir einen entsprechenden Link
zukommen lassen könntest.
Post by Bernd Wurst
Gruß, Bernd
Liebe Grüße
Jan
Post by Bernd Wurst
------------------------------------------------------------------------
_______________________________________________
Talk-de mailing list
http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de
Marco Lechner
2008-09-07 19:17:55 UTC
Permalink
Hallo Jan,

unterschätze bitte nicht die Macht der Zeit. Als ich vor einem knappen
Jahr mit OSM angefangen habe, gab es mein Dorf auch noch nicht (außer
der Durchgangsstraße und einer anderen die irgendwer mal eingezeichnet
hatte.
Ich bin dann morgens auf dem Weg zur Arbeit mal da lang und Abends auf
dem Rückweg mal hier lang gefahren, hab das GPS beim Spazieren gehen mit
meiner Frau eingesteckt (sie hat sich schon gewundert, warum ich
plötzlich ganz komische Wege abspazieren wollte). Und nach 3-4 Wochen
war Kirchzarten plötzlich nahezu vollständig erfasst:
http://www.openstreetmap.org/?lat=47.9674&lon=7.95754&zoom=16&layers=B00FTF
Hat mich selbst überrascht wie schnell es ging. Und häufig finden sich
ja noch andere Interssierte die plötzlich motiviert werden, dass da
einer rummapt.

Marco

Jan schrieb:
...
Post by Jan
Hier habe ich das Problem, dass ich nicht wie in Berlin oder sonst wo in
Deutschland, wo schon eine gute Karte existiert und dort nur eben eine
kleine Änderung einmalen muss, sondern eben in einer Region in
Deutschland lebe, die nur ungenügend in den Datensätzen vorhanden ist.
Dort wäre es einfach massive Arbeit alle Punkte und Straßen von Hand
nachzumalen
...
Philipp Hannasky
2008-09-07 21:17:45 UTC
Permalink
Post by Jan
Hier habe ich das Problem, dass ich nicht wie in Berlin oder sonst wo in
Deutschland, wo schon eine gute Karte existiert und dort nur eben eine
kleine Änderung einmalen muss, sondern eben in einer Region in
Deutschland lebe, die nur ungenügend in den Datensätzen vorhanden ist.
Dort wäre es einfach massive Arbeit alle Punkte und Straßen von Hand
nachzumalen. Es handelt sich zwar nicht um ein Gebiet wie Berlin, was
die Dichte der Straßen angeht aber trotzdem habe ich einfach nicht die
Zeit da alles alleine einzubauen. Wenn ich aber das Straßennetz nicht
irgendwie da hinzufüge, wird es niemanden kümmern, ob da nun
irgendwelche GPX-Daten in der DB vorhanden sind, die von irgendwem stammen.
Da möchte ich mal anmerken, dass Berlin auch nach und nach durch die
Methode "Nachzeichnen" (ob von GPS-Tracks oder den Yahoo-Bildern)
entstanden ist.

Gruß,
Philipp
Garry
2008-09-07 22:06:32 UTC
Permalink
Post by Jan
Post by Bernd Wurst
JOSM hat eine "simplify way"-Funktion, die genau das macht.
Anmerkng dazu - solche Funktionen sind sehr mit vorsicht zu geniessen da
sie falsch angewendet mehr
Schaden als nutzen - als Anfänger sollte man erst mal eine Zeit lang von
Hand die Strassen "malen"
um ein Gefühl daführ zu bekommen worauf es ankommt - bei der
Aufzeichnung die Strassen auch mal mit etwas zeitlichem Abstand
befahren damit man sieht wie gross die GPS-Abweichungen sein können.
Post by Jan
Hier habe ich das Problem, dass ich nicht wie in Berlin oder sonst wo in
Deutschland, wo schon eine gute Karte existiert und dort nur eben eine
kleine Änderung einmalen muss, sondern eben in einer Region in
Deutschland lebe, die nur ungenügend in den Datensätzen vorhanden ist.
Dort wäre es einfach massive Arbeit alle Punkte und Straßen von Hand
nachzumalen. Es handelt sich zwar nicht um ein Gebiet wie Berlin, was
die Dichte der Straßen angeht aber trotzdem habe ich einfach nicht die
Zeit da alles alleine einzubauen. Wenn ich aber das Straßennetz nicht
irgendwie da hinzufüge, wird es niemanden kümmern, ob da nun
irgendwelche GPX-Daten in der DB vorhanden sind, die von irgendwem stammen.
Du darfst hier Hilfe, aber kein Mitleid erwarten, dafür ist die
Mailinliste nicht da.
Ich habe u.a. Südbaden, Kreta und Fuerteventura aus dem "Nichts"
geschaffen zu einer Zeit als man noch
die Punkte einzel setzen musste und dann in einem weiteren Schritt erst
verbinden konnte bevor man überhaupt
erst einen Tag anhängen konnte. Oder frag mal Christoph, der nahezu
alleine Karlsruhe hochgezogen hatte.
Es ist noch nicht lange her als man dafür belächelt wurde überhaupt an
so einem "aussichtslosen" Projekt mitzumachen.
Die Idee ist ja nicht neu und es gab schon einige Versuche die wegen
Erfolglosigkeit wieder eingestellt wurden
Mit der Zeit haben dann die Kritiker eingestehen müssen dass da doch so
langsam ein Werk entsteht das den
kommerziellen Anbietern den Rang ablaufen könnte.
Post by Jan
"füge alle Punkte als unbekannte Straße in OSM hinzu. Vergleiche die
neuen Daten mit denen die in OSM vorhanden sind und führe eine
Vereinigung der Mengen durch."
Dann würde ich mich hinsetzen um dem Straßennetz Namen zu geben,
Tankstellen usw. Leider gibt es die Funktion nicht bzw. ich erinnere
mich nicht mehr, wie sie funktioniert (irgendwie hat es mal
funktioniert, also ich konnte alle Wegpunkte auswählen und dann eine
Straße drauf machen und dann wurde eben der Teil hinzugefügt, der in OSM
noch fehlt).
Damit sowas automatisch funktioniert würde das voraussetzen dass die
anderen Daten korrekt
eingetragen sind - davon kannst Du aber derzeit nicht ausgehen so dass
Du mehr Nacharbeit
hättest als wenn Du es manuell machst und dabei offensichtliche Fehler
der vorhandenen Daten korrigierst.
Post by Jan
Post by Bernd Wurst
Post by Jan
Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt. Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt, einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig.
Fang einfach an - die Referenz hast Du dann damit sehr schnell selbst
geschaffen und Deine Erfahrung wächst
mit jedem eingetragenen way...
Post by Jan
Glaube ich gerne, nur gibt es eben leider in meiner Region so gut wie
keine Daten. Es existiert ein ganz ganz grobes Netz an Autobahnen und
Bundesstraßen aber selbst Kreisstraßen, die mehrere Dörfer miteinander
verbinden sind nicht vorhanden. Ich fange in meiner Region (in
Deutschland) quasi bei null an.
Wie gesagt - Du bist nicht der erste der vor diesem Problem steht und Du
wirst Hilfe bekommen wenn Du sie brauchst!

Garry
Bernd Wurst
2008-09-08 05:05:59 UTC
Permalink
Hallo.
Post by Jan
Post by Bernd Wurst
Aber meist ist das die umständlichere Methode und es geht schneller, den
Weg passend nachzuzeichnen.
Hier habe ich das Problem, dass ich nicht wie in Berlin oder sonst wo in
Deutschland, wo schon eine gute Karte existiert und dort nur eben eine
kleine Änderung einmalen muss, sondern eben in einer Region in
Deutschland lebe, die nur ungenügend in den Datensätzen vorhanden ist.
Wenn du in Berlin mappen würdest, könntest du dein GPS zu Hause lassen und
dich an Straßenkreuzungen orientieren. :)

Im Ernst, ja, auch in der Pampa bei Null anzufangen geht am Besten mit
Nachzeichnen der Tracks.

Beispiel:
http://www.informationfreeway.org/?lat=48.982&lon=9.594&zoom=13
Von Null auf das in etwa einem Jahr zu zweit.
Bis auf ein paar wirklich fiese Wege sind wir da mit dem befahrbaren
Straßennetz fertig.
Post by Jan
Dort wäre es einfach massive Arbeit alle Punkte und Straßen von Hand
nachzumalen. Es handelt sich zwar nicht um ein Gebiet wie Berlin, was
die Dichte der Straßen angeht aber trotzdem habe ich einfach nicht die
Zeit da alles alleine einzubauen. Wenn ich aber das Straßennetz nicht
irgendwie da hinzufüge, wird es niemanden kümmern, ob da nun
irgendwelche GPX-Daten in der DB vorhanden sind, die von irgendwem stammen.
Das stimmt beides nicht.
In der Zeit in der du deinen GPX-Track in Google-Earth (oder sonstwo) auf
Ausreißer prüfst, könntest du ihn auch nachmalen. Vielleicht nicht beim
ersten und zweiten Versuch, aber mit etwas Routine ganz bestimmt.

Und wenn GPX-Daten da sind, kann jemand ohne GPS-Gerät aber mit Ortskenntnis
die Straßen hinzufügen.
Natürlich ist es für das "gemeine Volk" nicht so hübsch, da es auf der Karte
dann halt nicht erscheint. Aber es sind dann wenigstens Daten irgendwo
vorhanden.

Meiner Erfahrung nach ist es gleich viel Arbeit, die Tracks in einem
GPX-Editor zu bereinigen und die dann hoch zu laden im Gegensatz zum
Nachmalen.

Das setzen von POIs, Straßennamen oder sonstigen Zusatzeingenschaften kann je
nach Straßennetz-Topologie mehr Arbeit sein, aber das Nachzeichnen geht
richtig schnell.

Wenn du keine Zeit für beides hast, kannst du dich entscheiden ob du nur
hochladen willst oder ob du nur Nachzeichnen willst und die Ausreißer
ignorierst statt sie zu entfernen.
Post by Jan
Post by Bernd Wurst
Löschen von ausreißer-Punkten ja, aber verschieben anhand irgendwelcher
proprietärer Ausgangsdaten ist eine Schande für das Projekt!
Das mache ich auch nicht.
Am Sonntag, 7. September 2008 schrieb Jan:
| Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
| Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
| Sollte ich feststellen, dass es irgendwie nicht gut passt, öffne ich die
| GPX-Datei, suche den entsprechenden Eintrag im Editor meiner Wahl und
| entferne oder editiere ihn.
Post by Jan
"füge alle Punkte als unbekannte Straße in OSM hinzu. Vergleiche die
neuen Daten mit denen die in OSM vorhanden sind und führe eine
Vereinigung der Mengen durch."
Und genau das wurde schon mehrfach versucht, es gab aber noch niemanden der
ein solches Tool programmiert hat, das dann eben nicht sehr Fehleranfällig
war.
Es gab wirklich schon viele die das haben wollten, einige die eine Abhilfe
programmieren wollten aber keinen, der das zur Zufriedenheit eine relevanten
Menge Mapper hin bekommen hat.
Post by Jan
Dann würde ich mich hinsetzen um dem Straßennetz Namen zu geben,
Tankstellen usw. Leider gibt es die Funktion nicht bzw. ich erinnere
mich nicht mehr, wie sie funktioniert (irgendwie hat es mal
funktioniert, also ich konnte alle Wegpunkte auswählen und dann eine
Straße drauf machen und dann wurde eben der Teil hinzugefügt, der in OSM
noch fehlt).
Es gibt die Möglichkeit, eine GPX-Datei als Daten-Ebene zu laden. Das wandelt
aber eine komplette GPX-Datei um, verbindet keine Straße mit vorhandenen,
prüft nicht ob es die Straße schon gibt und ist daher zu Recht nicht wirklich
die empfohlene Methode.
Post by Jan
Es tut mir leid. Ich habe als absoluter Anfänger das Problem, dass sich
quasi alle Tutorials, die es gibt, darauf beziehen zusätzliche
Informationen in die Datenbank einzubauen aber eben nicht bei null
anzufangen, also ohne irgendwelche GPS-Daten oder ähnlich.
Deine GPS-Daten hast du doch...
Du sunst einfach nach der falschen Vorgehensweise.
Post by Jan
Glaube ich gerne, nur gibt es eben leider in meiner Region so gut wie
keine Daten. Es existiert ein ganz ganz grobes Netz an Autobahnen und
Bundesstraßen aber selbst Kreisstraßen, die mehrere Dörfer miteinander
verbinden sind nicht vorhanden. Ich fange in meiner Region (in
Deutschland) quasi bei null an.
Ja, und?
Ich empfehle, immer an einer bestehenden Straße anzuknüpfen. Also, wenn du
einen Track hast, der von einer der vorhandenen Bundesstraßen abzweigt, fang
an dieser Straße mit dem Mappen an.

Da ich davon ausgehe, dass du den Track dann bis zu dir nach Hause hast, ist
schon bei der zweiten Mapping-Tour ein Anknüpfpunkt bei dir zu Hause
vorhanden, den du sofort nutzen kannst.

Wenn du jedes Mal wenn du zufällig irgendwo hin fährst, das GPS mitloggen
lässt, dann ist das Kreisstraßen- und Ortsverbindungsstraßen-Netz so schnell
drin, das glaubt man nicht.
Post by Jan
Das Ding ist, dass die vom GPS-Gerät erstellen Tracks immer ziemlich
genau auf der Straße liegen. Nur die wirklich richtigen Ausreißer, z.B.
welche die 1 km neben dem einen Punkt liegen, werden gelöscht, wenn
überhaupt. Dann ggf. noch andere Punkte, z.B. das Einmessen in den
ersten 20 Minuten. Ich muss keine 1400 Punkte hochladen, die alle mehr
oder weniger den gleichen Punkt darstellen oder soll ich die Punkte vom
Einmessen ebenfalls hochladen?
Nein, bitte nicht.
Wie gesagt, das "schönen" des GPS-Tracks dauert genauso lange wie das
Nachzeichnen der Straßen basierend auf den GPS-Tracks.
Post by Jan
Sehe ich auch so. Nur wäre es eben doch sehr schön, wenn es eine
Funktion gäbe, mit der ich meine nicht in den OSM-Daten vorhandene
Umgebung entsprechend schnell und bequem anhand des Logfiles umwandeln
kann. Wie gesagt, in Berlin sieht die Welt sicherlich deutlich anders
aus, hier bin ich aber der einzige, der überhaupt irgendwas macht.
Grade das Mappen in unberührtem Gebiet ist doch das beste überhaupt. :)
Aus nichts eine schöne Karte entstehen zu lassen...

Versuch mal ein paar deiner Tracks einfach von Hand nachzuzeichnen.
Wenn du nach einer Weile merkst, dass keine Routine aufkommen will, machst du
bestimmt einen kleinen Fehler, der dir das Leben schwer macht. Ich finde,
JOSM sollte man von jemandem gezeigt bekommen, sonst macht man es sich
schwer. Wenn du niemanden in erreichbarer Nähe hast, ist das natürlich
ungünstig, dann muss man das ggf. aus der Ferne machen.

Dennoch: Nimm Hilfe an *bevor* der Frust kommt.
Post by Jan
Post by Bernd Wurst
Da ist es doch gut, wenn man ein untrübliches Selbstbewusstsein bzgl. der
Richtigkeit des eigenen Vorgehens hat, oder? ;-)
Natürlich ;). Ich sage ja nicht, dass meine Vorgehensweise unbedingt
richtig ist, ich sage nur, dass in meiner Region relativ wenig Daten
erfasst worden sind und quasi jedes Dorf dort fehlt.
Dein Statement war aber sinngemäß: Ich werde sicherlich nicht die Tracks
nachzeichnen.

Bei uns kam dann in etwa das da an: Ihr, die ihr bisher *alle* eure Tracks
selbst nachzeichnet, arbeitet so scheisse umständlich, auf euer Niveau lasse
ich mich bestimmt nicht runter. Aber erklärt mir bitte, wie ich es besser
machen kann wie ihr alle.
Post by Jan
Es tut mir leid, wenn ich sehr unfreundlich war und die Arbeit von
anderen nicht entsprechend gewürdigt habe. Ich war einfach nur massiv
gefrustet, da leider JOSM nicht so funktioniert, wie ich es mir
vorstelle und die Tutorials fast alle davon ausgehen, dass ich in ein
vorhandenes Straßennetz Hausnummern und POIs hinzufügen will aber nicht,
dass ich bei Null anfangen muss. Wenn du ein entsprechendes Tutorial
kennst würde ich mich sehr freuen, wenn du mir einen entsprechenden Link
zukommen lassen könntest.
Ich halte nicht viel von Tutorials.
Denn ein erfahrener Mapper kann einem Einsteiger nicht besonders gut im
Monolog helfen.
Es braucht den Dialog, da der erfahrene Mapper gar nicht mehr weiß wo bei den
jetzt grade aktuellen Programmen die typischen Probleme sind.

Aber dennoch:
Ob du nur einen Feldweg in ansonsten gut erfasstes Gebiet einträgst oder ob du
eine Landesstraße an eine Bundesstraße anbindest, ist die selbe Arbeit.
Beim zweiten Mal kannst du dann die Kreisstraße an die Landesstraße anbinden
und so weiter.

Natürlich ist es eine gewisse Menge Arbeit, ein bisher ganz weißes Gebiet zu
erfassen. Natürlich gehört da mehr dazu als GPS-Tracks aufzuzeichnen.
Aber dennoch verschätzt man sich am Anfang gnadenlos in die falsche Richtung.
Ich dachte auch dass es nie fertig wird. Aber als ich gesehen habe, wie
schnell man damit ist, war ich vom Gegenteil überzeugt.

Noch ein Tipp: Beschränke dich erstmal auf ein überschaubares Gebiet. Erstmal
die Straßen in unmittelbarer Nähe und die nötigen Verbindungsstraßen.
die Chance ist groß, dass nach einer gewissen Evolution der Daten plötzlich
aus einem Nachbardorf jemand "aufwacht" und mit macht.

Gruß, Bernd
--
Keine zwei Menschen gleichen einander,
und beide sind froh darüber
Sebastian Waschik
2008-09-08 08:27:28 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Jan
überhaupt. Dann ggf. noch andere Punkte, z.B. das Einmessen in den
ersten 20 Minuten. Ich muss keine 1400 Punkte hochladen, die alle mehr
oder weniger den gleichen Punkt darstellen oder soll ich die Punkte vom
Einmessen ebenfalls hochladen?
mache es dir doch einfacher und lösche den Trackspeicher nachdem du
dein Gerät "eingemessen" hast. Wenn du die Daten von vorher behalten
willst kannst du alternativ auch einfach die Trackaufzeichnung während
des "Einmessens" abschalten.

Viele Grüße
Sebastian Waschik
John07
2008-09-07 17:41:43 UTC
Permalink
Post by Jan
Post by John07
Post by Jan
Hallo,
ich habe vor ca. einer Woche meinen ersten Track hochgeladen und konnte
ihn auch mit JOSM in OSM integrieren. Dazu habe ich auf den "Objekt
auswählen"-Button geklickt und konnte den Track irgendwie als Straße
Link zum Track: http://www.openstreetmap.org/edit?gpx=191269
http://www.openstreetmap.org/?lat=49.700446667&lon=7.15655&zoom=14
Leider kann ich den Track weder in JOSM noch im Online-Editor auswählen,
angezeigt wird entweder eine graue Punktesammlung oder Cyan-farbener
Track und drauf klicken kann ich leider nicht.
Ja, man kann ihn nicht anklicken, wozu auch?
Aber ich kann dich verstehen, ich hatte genau das Problem auch mit
meinem ersten Track und habe mich erstmal gewundert :-)
Post by Jan
Als erstes lasse ich meinen Tracker (Royaltek RGM 3800) ca. 20-30
Minuten einmessen, dann sind die Punkte auch hinreichend genau
(zumindest genau genug, dass wenn man rumläuft/-fährt, dass die Tracks
auch auf der Straße zu finden sind). Normalerweise nimmt er jede Sekunde
einen Punkt auf. Das ist ein guter Kompromiss um Strecken mit dem Auto
auch noch halbwegs realistisch darstellen zu lassen. Nach dem einmessen
laufe ich los oder setze mich ins Auto. Die abgefahrene Strecke wird
natürlich mitgetrackt.
Die Tracks entstehen im NMEA-Format. Diese konvertiere ich in das
Google-Earth- und ins GPX-Format und lade die Tracks in Google-Earth um
sie mir anzusehen. Sollte ich festellen, dass Punkte schlecht gesetzt
sind (also nicht auf der Straße oder sowas), editiere ich sie direkt in
der GPX-Datei.
Davon möchte ich dringend abraten. Zum einen sind die Google Earth
Luftbilder auch nicht zwingend genau, zum anderen könnte hierbei ein
Lizenzkonflikt entstehen, da du ja von den Googlebildern abmalst.
Oder editierst du wirklich direkt in der GPX-Datei? (Also mit dem Editor
deiner Wahl)
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
Sollte ich feststellen, dass es irgendwie nicht gut passt, öffne ich die
GPX-Datei, suche den entsprechenden Eintrag im Editor meiner Wahl und
entferne oder editiere ihn.
Texteditor oder graphisch? Trotzdem benutzt du die Google Earth Bilder
um deinen Track zu korrigieren. Ich finde das bedenklich, mal schaun,
was die anderen sagen. Ich finde, man sollte einfach ganz darauf
verzichten, da es nicht notwendig ist.
Post by Jan
Sind alle Punkte berichtigt, lade ich die
GPX-Daten bei OSM hoch.
Post by John07
Post by Jan
Dann lade ich den Track bei OSM hoch, warte 30 Minuten
und erhalte die Bestätigungsemail, dass die Daten eingetragen worden sind.
In Google-Earth liegen die Tracks wunderbar auf den Straßen, so dass es
mMn überhaupt keinen Sinn macht, da irgendwas per Hand einzumalen.
Schließlich ist der Track mit 2000 Punkten deutlich genauer als
irgendein Rumgeklicke von Hand in JOSM bzw. Potlatch.
Genau die 2000 Punkte sind das Problem. Wenn du eine gerade Straße hast
genügen im Idealfall 2 Punkte am Anfang und am Ende. 2000 Punkte sind
hier dann nur eine unnötige Datenmenge. Wenn ich soetwas sehe,
benachrichtige ich den Nutzer und vereinfache den Weg.
Das Problem ist doch, dass vielleicht in Amerika im mittleren Westen
alle Straßen nur aus Geraden bestehen. Hier in Europa kenne ich quasi
keine gerade Straße.
Ich schon, aber ich glaube, hier liegt ein kleines Missverständniss vor.
Natürlich ist nicht jede Straße von Beginn bis Ende gerade, sondern sie
hat Kurven und Geraden. Und so mappt auch hier die Mehrzahl. Wenn ein
Stück gerade ist, setzen wir am Anfang und am Ende eine Node, wenn eine
Kurve ist setzen wir viele Nodes um diese gut darzustellen.
Post by Jan
Diese Knicke, Verwindungen etz. sehe ich eben als
genau die wichtige Info an.
Ich auch!
Post by Jan
Schließlich will ich mit den Daten von OSM
irgendwann navigieren können und da finde ich es sehr wohl relevant, wie
die Straße verläuft, vor allem weil die Länge der Wegstrecke nur durch
eine Gerade zwar einfach berechenbar ist, aber leider dann von der
Realität abweicht. Dann könnte ich es mir auch sparen OSM zu nutzen.
Wenn man mit dem Auto fährt ist die Datenmenge ja durchaus gut
überschaubar. Wenn man nur 50 km/h schnell fährt, dann bedeutet das,
dass man ca. 14 Meter pro Sekunde zurücklegt, also alle 14 Meter ein
Wegpunkt gesetzt wird. 14 Meter ist schon eine große Strecke. Wenn man
nur alle 5 Sekunden einen Punkt setzen lässt, ist man 70 Meter gefahren,
bevor der neue Punkt gesetzt wird. Ggf. musste man eine scharfe Kurve
fahren und auf dem Track ist davon aber leider nichts mehr sichtbar.
Davon abgesehen: Sollte die Straße zu viele Wegpunkte haben sehe ich es
nicht als "meine Aufgabe" an, die Tracks mathematisch passend zu
korrigieren.
Doch, eben schon. Wegen der Ungenauigkeit deiner GPS-Daten. Sorry, aber
ich denke dir fehlt einfach noch ein bisschen die Erfahrung mit
GPS-Tracks um mich zu verstehen.
Post by Jan
Nicht umsonst gibt es gute Algorithmen, die eben aus den
Wegpunkten die "reale" Strecke errechnen. Da JOSM und Co anscheinend
nicht über entsprechende Algorithmen verfügen,
Doch, JOSM verfügt über simplfy way, darüber hab ich indirekt in meinem
Post auch gesprochen :-)
Post by Jan
ist es mir momentan
einfach egal, zumal JOSM und Co ja ohnehin weiterentwickelt wird und
dann hoffentlich irgendwann potent genug ist um damit anständig arbeiten
zu können. Dieses "Problem" hat man ja eh bei fast jeder
OpenSource-Software. Sie muss "reifen", um entsprechend gut bzw. besser
zu werden als kommerziell erhältliche Software.
Dazu kannst du beitragen.
Post by Jan
Post by John07
Außerdem
korrigiert man ja eben normalerweise nicht die Tracks an Hand von Google
Earth.
Wie korrigiert man denn bitte sonst die Tracks? Ich brauche doch
irgendeine Referenz um zu sehen, ob mein Punkt "genau" ist oder eben
irgendwo daneben liegt.
Dein Wissen ist die Referenz. Wenn ich eine Straße gefahren bin, dann
weiß ich ungefähr, dass ich eben nicht plötzlich mal einen Hacken nach
links gemacht habe, sondern die Straße dort relativ gerade war. Und wenn
ich dann eben den Track nachzeichne, kann ich das korrigieren. Den Track
an sich korrigier ich gar nicht.
Post by Jan
Das Ganze sollte eben passieren _bevor_ man die
Tracks bei OSM hochlädt,
Hm, ich lade gar nicht hoch. Und wenn dann würde ich die Tracks vorher
kaum bis gar nicht bearbeiten. Denn jeder der die OSM-Tracks nutzt
sollte wissen, dass die eine gewissen Ungenauigkeit haben.
Post by Jan
einfach weil ich bisher alle OSM-Editoren
massiv schlecht fand und deutlich überarbeitungswürdig.
Bitte konkrete Vorschläge. Aussagen solcher Art hatten wir hier schon genug.
Post by Jan
Beim
Von-Hand-Editieren sehe ich zumindest direkt, was passiert. Das ist bei
OSM leider nicht der Fall.
Doch, eben dann, wenn du abmalst.
Post by Jan
JOSM empfinde ich persönlich als massiv
schlechtes Stück Software, zumindest komme ich damit überhaupt nicht klar.
Du kommst damit nicht klar, andere hingegen schon. Ich finde es ein sehr
gutes Stück Software ;-) vllt. muss dich einfach mal jemand in die
Geheimnisse einweisen ;-)
Post by Jan
Post by John07
Daher haben meine Tracks öfters Ausreißer, die ich dann, wenn ich
manuell nachmal, beseitigen kann. Wenn du einmal durch eine Schlucht
oder durch einen dichten Wald gelaufen bist, wirst du wissen, was ich meine.
Dafür habe ich mir eben einen entsprechend guten Tracker gekauft, der
genau genug ist.
Hm, hat der mehr als 500 Euro gekostet? Denn alle GPS-Systeme, die ohne
entsprechenden Korrekturdaten (mal abgesehen von Egnos und Waas)
arbeiten, haben in Schluchten und im Wald teil massive Probleme. Und ich
denke die meisten hier werden mit mir übereinstimmen, wenn ich sage,
dass ich mit einem Etrex Venture HC einen guten Logger habe und trotzdem
Ausreißer habe. Und diese Ausreißer hat wirklich jeder hier.
Post by Jan
Sollte ich irgendwelche Probleme feststellen, editiere
ich den Track und lade ihn dann bei OSM hoch.
Post by John07
Post by Jan
http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces
Ich finde, dass es erstmal wichtiger ist überhaupt die Straßen zu
erfassen, als direkt alles von Anfang an zu wollen (Straßennamen /
Hausnummern / POIs /...). Deswegen will ich einfach nur die Tracks in
die Karte einbauen, was mir aber JOSM / Potlatch nicht erlaubt. Von Hand
nachmalen werde ich die Teile nicht, dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss.
Da verstehst du etwas falsch. Du läufst rum, damit du überhaupt weißt,
wo die Straße ist. Gerade die ganzen Zusatzinfos und das Eintragen in
JOSM/Potlach machen einen großen Teil der Arbeit aus.
Natürlich macht das einen Großteil der Arbeit aus. Wenn ich aber nicht
rumlaufe sondern die Karte einfach bei Google-Earth abmale, könnte es ja
auch wie von dir richtig bemerkt, zu Urheberrechtsproblemen führen. Die
ganzen Zusatzinfos, also welche Straße wo ist etz. werde ich,
vorausgesetzt es gibt einen schnellen, guten Editor, entsprechend
nachtragen. Leider bin ich quasi der einzige Tracker in meinem Umfeld,
so dass ich quasi alleine die ganze Umgebung mappen kann/darf. Wenn das
Straßennetz erfasst worden ist, dann können andere sehr gut mitarbeiten,
da dann ja "nur" noch die Hälfte der Informationen fehlt, nämlich die
Namen der Straßen, POIs, usw. Der Unterschied ist auch, dass ich um nur
einen Straßennamen hinzuzufügen eben nicht durch das Dorf laufen muss,
sondern das auch bequem von zu Hause aus machen kann. Dafür brauche ich
nicht mal Google-Earth oder irgendeine Karte, schließlich wohne ich dort
und kenne die Namen.
Genau richtig, so ist es gedacht. Ich bezog mich auf deinen Satz: "

dafür laufe ich ja rum, damit ich
das eben nicht muss."

War offenbar ein bisschen missverständlich.
Post by Jan
Bzgl. der Hausnummern hoffe ich, dass es irgendwann eine Software für
Win Mobile/iPhone/Symbian/... geben wird, mit der ich direkt in Echtzeit
mappen und editieren kann, d.h. ich laufe am Haus vorbei, das Gerät
stellt fest wo ich bin, ich sage "füge die Hausnummer zu, dort wo ich
mich befinde" und es wird die Hausnummer in OSM gesetzt. Das Gleiche
gilt natürlich auch für Tankstellen, Theater, Einkaufsläden usw. Schön
wäre es, wenn man nicht zwingend online sein muss um zu editieren, so
dass man sich einen Dump auf sein Gerät laden kann und dann zu Hause
eben die Änderungen in OSM speichern kann.
Davon träumen wir alle ;-)
Post by Jan
Bis es so eine Software gibt,
dauert es aber bestimmt noch. Da man als Anfänger aber eh überhaupt
nicht durch die OSM-Struktur durchsteigt, gestaltet es sich eben
besonders schwer, wenn man keine Ahnung hat, an wen man sich wo und wie
wenden kann.
Das wirst du mit der Zeit durch viel viel Lesen von Wikis, Foren und
Mailinglist mitbekommen. So ging es eigentl. jedem hier ;-) Einen ersten
Ansprechpartner hast du ja hier bei der Mailinglist schonmal gefunden.
Viel Spaß beim weiteren Einlesen und Ausprobieren.
Jonas
FreeWorld
2008-09-07 18:11:13 UTC
Permalink
Ich schließe mich dem meisten Gesagten meiner Vorredner an.
Wenn dir das editieren mit einem "schlechten" Editor zu dumm ist, dann
solltest du dem Projekt einfach beitragen, indem du nur deine Tracks
hochlädst, aber bitte unverfälscht. Wenn du dich aber auf ne neue
Herausforderung einlassen willst (die OSM-Datenstrukturen und Editoren
sind für viele Anfänger eine), dann musst du wohl ein paar Howtows lesen
und mit einem der Editoren umgehen lernen.
Wenn du Unterstützung brauchst (du hast geschrieben du bist der einzige
in deiner Gegend), dann poste einfach mal in welcher Gegend du so
unterwegs bist und lass andere über die Daten schauen, die du so gemacht
hast. Die erfahrenen Mapper hier werden dir sicher helfen und Tips geben
können, vorrausgesetzt du willst das.

Grüße
Jan
2008-09-07 18:57:10 UTC
Permalink
Post by FreeWorld
Ich schließe mich dem meisten Gesagten meiner Vorredner an.
Wenn dir das editieren mit einem "schlechten" Editor zu dumm ist, dann
solltest du dem Projekt einfach beitragen, indem du nur deine Tracks
hochlädst, aber bitte unverfälscht.
Ich glaube, dass das Problem darin besteht, dass ich meine
Vorgehensweise nicht genau genug erklärt habe und das so, meine Methode
leider falsch weiter gedacht wurde.

Um es noch mal genauer zu beschreiben:
Ich schalte das Gerät ein, lasse es 20 Minuten rumliegen. In der Zeit
erzeugt es mindestens 1200 Punkte von dem Ort, wo das Gerät rumlag. Je
länger man wartet, umso genauer wird der Track an der Stelle. So liegen
am Anfang noch viele Punkte weit auseinander und je länger man wartet,
umso genauer befinden sich die Punkte in einem "Auge" von ca. 3-4 Metern.

Dann laufe ich los und erstelle den Track.

Zu Hause angekommen wird der Track auf den PC geladen und ins Google-
und GPX-Format konvertiert. Bei Google-Earth wird der Track geöffnet und
ich sehe nach, bei zu welchem der ersten 1000-2000 Wegpunkte ich
tatsächlich losgelaufen bin. Diese 1000 Wegpunkte, an denen das Gerät an
einer Stelle lag entferne ich direkt aus dem GPX-File mit einem
Texteditor ("Aufgabe: Suche die ersten x Punkte raus und lösche sie").
Dann lade ich den Track bei OSM hoch. Einmal habe ich einen eundeutigen
Ausreißer entfernt aber nur, weil der echt zig Kilometer daneben lag
(und alle anderen schön in einer Linie).

Jeder kann meine Tracks einsehen und natürlich auch die GPX-Daten laden,
in denen allerlei Information gespeichert ist. wie z.B. wie viele
Satelliten gesehen werden, wie schnell ich mich bewegt habe usw.
Post by FreeWorld
Wenn du dich aber auf ne neue
Herausforderung einlassen willst (die OSM-Datenstrukturen und Editoren
sind für viele Anfänger eine), dann musst du wohl ein paar Howtows lesen
und mit einem der Editoren umgehen lernen.
Ich habe einige Howtos gelesen aber beim 6. dann aufgehört, einfach weil
ich (noch) nicht wissen will, wie ich Hausnummern oder Briefkästen
hinzufügen kann, sondern einfach vom Track eine Straße erstellen will.
Das habe ich irgendwie schon geschafft, nur funktioniert das nicht mehr
und ich habe keine Ahnung warum. Jonas hat das netterweise ja in seiner
Mail erklärt wie es funktioniert :).
Post by FreeWorld
Wenn du Unterstützung brauchst (du hast geschrieben du bist der einzige
in deiner Gegend), dann poste einfach mal in welcher Gegend du so
unterwegs bist und lass andere über die Daten schauen, die du so gemacht
hast. Die erfahrenen Mapper hier werden dir sicher helfen und Tips geben
können, vorrausgesetzt du willst das.
Natürlich würde ich mich sehr sehr freuen, wenn ich Tipps bekommen
würde. Die 4 Tracks von mir kann man hier einsehen:

http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces

Es handelt sich um die Region um Birkenfeld, im Hunsrück, in Rheinland-Pfalz, genauer:
- Algenrodt
- Allenbach
- Dickesbach
- Elchweiler
- Felsenmühle
- Fischbach
- Frauenberg
- Georg-Weierbach
- Gollenberg
- Göttschied
- Hattgenstein
- Herborn
- Hettenrodt
- Hintertiefenbach
- Hußweiler
- Kirschweiler
- Kronweiler
- Leisel
- Mackenrodt
- Mittelbollenbach
- Niederbrombach
- Niederhambach
- Oberbrombach
- Oberhambach
- Regulshausen
- Rinzenberg
- Rötsweiler-Nochenthal
- Schwollen
- Siesbach
- Sonnenberg-Winnenberg
- Tiefenstein
- Veitsrodt
- Vollmersbach
uvm.


Ich bin auch gerne bereit diese Dörfer nacheinander abzufahren/-laufen
um GPS-Daten zu erzeugen. Bisher habe ich nur Hattgenstein wirklich
quasi komplett erfasst, die anderen kommen noch später dazu.

Ich bin sehr gerne bereit auch Straßennamen etz. hinzuzufügen, nur
brauche ich dafür erstmal ein Straßennetz, wo man überhaupt eine Straße
eintragen kann. Sind die vorhanden mache ich mir Gedanken über POIs,
z.B. Tankstellen, Briefkästen usw.
Post by FreeWorld
Grüße
Liebe Grüße
Jan
Post by FreeWorld
------------------------------------------------------------------------
_______________________________________________
Talk-de mailing list
http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de
John07
2008-09-07 19:24:18 UTC
Permalink
Jan schrieb:

snip
Post by Jan
Natürlich würde ich mich sehr sehr freuen, wenn ich Tipps bekommen
http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces
Ich sehe da ein Problem. Offenbar bist du während des trackens einen
Straße mehrmals gefahren, daher ist jetzt da auch mehrmals der Track da.
Wenn du nun (weil du es ja unbedingt so machen willst ;-) ) den Track
einfach umwandelst erhälst du da mehrere OSM-Ways, dort ist aber
eigentl. nur eine Straße. Das musst du nun wieder manuell hinbiegen, was
auch ein bisschen Arbeit bedeuten dürfte.
Gruß
Jonas
Tobias Hägele
2008-09-07 19:49:04 UTC
Permalink
Ich bin auch gerne bereit diese Dörfer nacheinander abzufahren/-laufen
um GPS-Daten zu erzeugen. Bisher habe ich nur Hattgenstein wirklich
quasi komplett erfasst, die anderen kommen noch spÀter dazu.
Ich bin sehr gerne bereit auch Straßennamen etz. hinzuzufÃŒgen, nur
brauche ich dafÃŒr erstmal ein Straßennetz, wo man ÃŒberhaupt eine Straße
eintragen kann. Sind die vorhanden mache ich mir Gedanken ÃŒber POIs,
z.B. Tankstellen, BriefkÀsten usw.
Ich mappe auch in einer Gemeinde, wo vor etlichen Monaten noch fast
nichts außer wenigen Hauptstraßen erfasst war.
Auch ich stand vor der Frage: Mache ich Masse oder QualitÀt?
Wenn du zuerst nur Strecken ohne Information erfasst geht das schnell
und sieht ÌberwÀltigend aus.
Möchtest du aber danach noch Details einfÌgen musst du nochmal alles
abfahren.
Was dann im Endefekt lÀnger dauern kann, bis eine brauchbare Karte
entsteht.
Folgende Infos solltest du unbedingt mit erfassen:
Straßentyp und Ortschaften ideal noch Straßennamen
Dann nach Lust und Laune
DurchfahrtsbeschrÀnkungen
GeschwindigkeitsbeschrÀnkungen
und dann alle anderen POIs.

Ich persönlich bin vom Photomapping begeistert. - Straßenschild knipsen
und ich sehe in JOSM die Bilder an der Aufnahmeposition.
Liebe GrÌße
Jan
Tobias
Garry
2008-09-07 22:17:11 UTC
Permalink
Post by Jan
- Algenrodt
- Allenbach
- Dickesbach
- Elchweiler
- Felsenmühle
- Fischbach
- Frauenberg
- Georg-Weierbach
- Gollenberg
- Göttschied
- Hattgenstein
- Herborn
- Hettenrodt
- Hintertiefenbach
- Hußweiler
- Kirschweiler
- Kronweiler
- Leisel
- Mackenrodt
- Mittelbollenbach
- Niederbrombach
- Niederhambach
- Oberbrombach
- Oberhambach
- Regulshausen
- Rinzenberg
- Rötsweiler-Nochenthal
- Schwollen
- Siesbach
- Sonnenberg-Winnenberg
- Tiefenstein
- Veitsrodt
- Vollmersbach
uvm.
Ich bin auch gerne bereit diese Dörfer nacheinander abzufahren/-laufen
um GPS-Daten zu erzeugen. Bisher habe ich nur Hattgenstein wirklich
quasi komplett erfasst, die anderen kommen noch später dazu.
Ich bin sehr gerne bereit auch Straßennamen etz. hinzuzufügen, nur
brauche ich dafür erstmal ein Straßennetz, wo man überhaupt eine Straße
eintragen kann. Sind die vorhanden mache ich mir Gedanken über POIs,
z.B. Tankstellen, Briefkästen usw.
Wenn Du willst das sich das viele anschauen zoom in den entsprechenden
Bereich von der OSM-Karte,
drück auf"Perma-Link" und poste den Link hier - dann müssen die anderen
nur noch draufklicken bzw. diesen
Link in JOSM laden...

Gruss
Garry
FreeWorld
2008-09-07 23:01:01 UTC
Permalink
Post by Jan
Post by FreeWorld
Ich schließe mich dem meisten Gesagten meiner Vorredner an.
Wenn dir das editieren mit einem "schlechten" Editor zu dumm ist, dann
solltest du dem Projekt einfach beitragen, indem du nur deine Tracks
hochlädst, aber bitte unverfälscht.
Ich glaube, dass das Problem darin besteht, dass ich meine
Vorgehensweise nicht genau genug erklärt habe und das so, meine Methode
leider falsch weiter gedacht wurde.
Ich schalte das Gerät ein, lasse es 20 Minuten rumliegen. In der Zeit
erzeugt es mindestens 1200 Punkte von dem Ort, wo das Gerät rumlag. Je
länger man wartet, umso genauer wird der Track an der Stelle. So liegen
am Anfang noch viele Punkte weit auseinander und je länger man wartet,
umso genauer befinden sich die Punkte in einem "Auge" von ca. 3-4 Metern.
Dann laufe ich los und erstelle den Track.
Zu Hause angekommen wird der Track auf den PC geladen und ins Google-
und GPX-Format konvertiert. Bei Google-Earth wird der Track geöffnet und
ich sehe nach, bei zu welchem der ersten 1000-2000 Wegpunkte ich
tatsächlich losgelaufen bin. Diese 1000 Wegpunkte, an denen das Gerät an
einer Stelle lag entferne ich direkt aus dem GPX-File mit einem
Texteditor ("Aufgabe: Suche die ersten x Punkte raus und lösche sie").
Dann lade ich den Track bei OSM hoch. Einmal habe ich einen eundeutigen
Ausreißer entfernt aber nur, weil der echt zig Kilometer daneben lag
(und alle anderen schön in einer Linie).
Jeder kann meine Tracks einsehen und natürlich auch die GPX-Daten laden,
in denen allerlei Information gespeichert ist. wie z.B. wie viele
Satelliten gesehen werden, wie schnell ich mich bewegt habe usw.
Post by FreeWorld
Wenn du dich aber auf ne neue
Herausforderung einlassen willst (die OSM-Datenstrukturen und Editoren
sind für viele Anfänger eine), dann musst du wohl ein paar Howtows lesen
und mit einem der Editoren umgehen lernen.
Ich habe einige Howtos gelesen aber beim 6. dann aufgehört, einfach weil
ich (noch) nicht wissen will, wie ich Hausnummern oder Briefkästen
hinzufügen kann, sondern einfach vom Track eine Straße erstellen will.
Das habe ich irgendwie schon geschafft, nur funktioniert das nicht mehr
und ich habe keine Ahnung warum. Jonas hat das netterweise ja in seiner
Mail erklärt wie es funktioniert :).
Post by FreeWorld
Wenn du Unterstützung brauchst (du hast geschrieben du bist der einzige
in deiner Gegend), dann poste einfach mal in welcher Gegend du so
unterwegs bist und lass andere über die Daten schauen, die du so gemacht
hast. Die erfahrenen Mapper hier werden dir sicher helfen und Tips geben
können, vorrausgesetzt du willst das.
Natürlich würde ich mich sehr sehr freuen, wenn ich Tipps bekommen
http://www.openstreetmap.org/user/Jatika/traces
- Algenrodt
- Allenbach
- Dickesbach
- Elchweiler
- Felsenmühle
- Fischbach
- Frauenberg
- Georg-Weierbach
- Gollenberg
- Göttschied
- Hattgenstein
- Herborn
- Hettenrodt
- Hintertiefenbach
- Hußweiler
- Kirschweiler
- Kronweiler
- Leisel
- Mackenrodt
- Mittelbollenbach
- Niederbrombach
- Niederhambach
- Oberbrombach
- Oberhambach
- Regulshausen
- Rinzenberg
- Rötsweiler-Nochenthal
- Schwollen
- Siesbach
- Sonnenberg-Winnenberg
- Tiefenstein
- Veitsrodt
- Vollmersbach
uvm.
Ich bin auch gerne bereit diese Dörfer nacheinander abzufahren/-laufen
um GPS-Daten zu erzeugen. Bisher habe ich nur Hattgenstein wirklich
quasi komplett erfasst, die anderen kommen noch später dazu.
Ich bin sehr gerne bereit auch Straßennamen etz. hinzuzufügen, nur
brauche ich dafür erstmal ein Straßennetz, wo man überhaupt eine Straße
eintragen kann. Sind die vorhanden mache ich mir Gedanken über POIs,
z.B. Tankstellen, Briefkästen usw.
Post by FreeWorld
Grüße
Liebe Grüße
Jan
Post by FreeWorld
------------------------------------------------------------------------
Hallo Jan,
ich hab mir mal mit JOSM angeschaut, was du in Hattgenstein so gemappt
hast und ich finde das sieht doch eigentlich ganz gut aus. Von den Daten
her ist es fast gut. Manchmal sieht es so aus, als hättest du dich bei
mehreren GPX-Tracks von der gleichen Straße (ich nehme mal an Hin- und
Rückweg) für einen entschieden. Ich denke meistens kommt man ganz gut,
wenn man den Weg so in der Mitte langmalt.
Hast du jetzt eigentlich drübergemalt? Es sieht mir jedenfalls fast so aus.
Einen Tip habe ich noch:
Es ist oft sinnvoll wenn man semantisch getrennte Dinge, wie
beispielsweise einen Wald und eine Straße nicht über den selben Knoten
führt. Das gibt irgendwie nur Scherereien. Du hast sicher schon gemerkt,
dass JOSM eine Einfangfunktion hat. Um diese nicht einzusetzen drückst
du einfach Strg während du einen Knoten setzt. Dann wird dieser nicht
mit schon bestehenden Wegen verbunden. Ist sehr nützlich für Straßen die
neben Waldkanten verlaufen oder so.

Wenn du konkrete Gebiete hast, wo noch mal jemand drüber schauen soll,
nachdem du gemappt hast - einfach den Permalink posten.

Grüße
Birgit Nietsch
2008-09-07 23:25:15 UTC
Permalink
Post by Jan
Ich male die ja nicht ab. Ich laufe durch die Straßen und erstelle die
Tracks mit dem Tracker. Google-Earth nutze ich nur, um den gelaufenen
Weg mit dem Realen, den man ja bei Google-Earth vom Luftbild sehen kann.
Bitte glaub den Google-Bildern nicht, genau wie den Yahoo-Bildern. Die sind
verzogen, verzerrt, weil oft von schräg aufgenommen und zurechtgebogen. Die
Realität kann zwei bis drei Dutzend Meter daneben liegen. Wann immer ich
Marker für einzelne Mappunkte eintragen will, und trotz guter
Messgenauigkeit feststelle, dass die OSM-Karte an der Stelle nicht stimmen
kann, stelle ich fest, dass die verschoben eingetragenen Wege und Gebäude
mit Potlach eingetragen wurden und verteufelt gut zum Luftbild passen.
Jan
2008-09-08 07:07:30 UTC
Permalink
Hallo,

ich antworte mir einfach selbst und hoffe, dass das in Ordnung für euch
ist und beantworte hoffentlich alle Fragen, die noch aufgekommen sind.
Aufjeden Fall erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Ich glaube, dass das Hauptproblem war, dass ich keine Ahnung gehabt
habe, wie ich von den GPX-Daten zu Straßen kommen soll und mir selbst
ausgedacht habe, wie das wohl funktionieren müsste. Diese Annahme war
falsch und ich habe mich immer weiter in diese Annahme gesteigert.
Selbst das Lesen von Tutorials war nicht besonders hilfreich, einfach
weil ich diese auch durch meine rosa Brille gelesen habe und dort
natürlich nicht meine falschen Annahmen bestätigt wurden. Tatsächlich
geht das Nachzeichnen der Tracks deutlich schneller als ich erwartet
habe und ich werde es auch in Zukunft so handhaben. Natürlich wird der
Track unverändert hochgeladen werden.

Mit dem bisher eingefügten Track: Mir ist klar, dass da noch ein paar
Fehler vorhanden sind, z.B. gibt es Straßen, die einfach irgendwann auf
der Straße plötzlich den Namen ändern. Ohne einen zusätzlichen
Anhaltspunkt bin ich da relativ hilflos, zumal halt noch vieles an
Straßen fehlt. Ein ganz grobes Netz ist vorhanden, quasi jede Straße
innerhalb der Dörfer fehlt, von den Feldwegen mal abgesehen (von denen
es wirklich sehr sehr sehr viele gibt). Ich werde zusehen möglichst nur
noch dort zu fahren, wo es bisher keine Daten gibt, einfach um die
Region besser mappen zu können. Ein arbeitsloser Bekannter von mir hat
sich ebenfalls bereit erklärt mit dem GPS durch die Gegend zu laufen um
weitere Punkte zu erfassen.
Mein Ziel ist es erstmal das Straßennetz inklusive aller Namen zu
erfassen. Dann kann man POIs hinzufügen und das Netz sollte eine gute
Ausgangsposition für andere darstellen. Tankstellen etz. werde ich evtl.
gleich von vorne herein mit hinzufügen aber das werde ich mal sehen.

Hier noch ein kleines "Problem":
Bei uns in der Region haben einige Straßen keinen eigenen Namen sondern
nutzen den von der Paralellstraße oder von einer Angrenzenden. JOSM
bietet die Möglichkeit mit "P" und "C" Straßen zu trennen und zu
verbinden. Leider kann ich einige Straßen nicht miteinander verbinden
und angegebene Fehler ist:
"Kann Wege nicht verbinden (Sie können nicht in eine eindeutige
Reihenfolge gebracht werden)".
Besonders gut sieht man es in der Mitte des Ortes. Dort gibt es bisher
drei Straßen (residential) mit dem Namen "Birkenweg", obwohl dies
eigentlich alles eine Straße ist. Ich würde diese Straßen gerne alle zu
einer Straße hinzufügen.

Hier der Permalink:
http://www.openstreetmap.org/?lat=49.6981&lon=7.15562&zoom=15&layers=B00FTF

Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp für mich, wie ich die Straßen
miteinander verbinden kann.


Was ich auch nicht verstehe ist, warum der Weg eine Richtungsangabe hat.
Bei einer Einbahnstraße kann ich es ja noch verstehen aber nicht bei
beidseitig befahrbaren Straßen. Wozu ist diese Richtungsangabe dar?

Wie mache ich es mit Straßen, die zwei verschiedene
Geschwindigkeitsbegrenzungen haben. Speziell ist es die Hauptstraße, die
an die B 269 grenzt, die mir Sorgen macht. Dort darf man teilweise 100
fahren, teilweise nur 70 und innerorts nur 50 (an einer Stelle sogar nur
30). Wenn ich die Geschwindigkeitsbegrenzung setze, dann kann ich sie
innerorts nicht anders wählen als außerorts, da immer die ganze Straße
angewählt wird.

Liebe Grüße
Jan
Marco Lechner
2008-09-08 07:33:24 UTC
Permalink
Hallo Jan,

da musst Du die Straße dann eben doch in Teilstücke trennen und
entsprechend unterschiedliche Attributierung bzgl.
Geschwindigkeitsbegrenzung angeben. Im gewachsenen Straßennetz steht der
Straßenname eben nicht (wie man das oft im Kopf hat) für ein homogenes
Straßenstück. In Kirchzarten (my mappingvillage) geht die "Hauptstraße"
von normaler residental in Spielstraße, dann in Fußgängerzone und am
Ende in eine Durchgangsstraße über. Diese Straße hohogen taggen zu
wollen würde stark an der Realität vorbeigehen. Deswegen besteht die
Hauptstraße aus den attributiv homogenen Teilstücken die den gleichen
Straßennamen tragen, aber adjazent, also benachbart sind und somit vom
Begriff her eine Straße bilden (die mit dem Auto so gar nicht am Stück
befahrbar ist). Auch für Kartendarstellungen ist es sinnvoll hier jedem
Teilstück den Namen zu geben, damit man den Verlauf der Straße dem Namen
nach verfolgen kann (z.B. wenn man konkret eine Adresse sucht und nicht
genau weiß wo die Hausnummer 99 ist). Aus dem Kartenbild und auch in der
Realität würde man hier nie EINE Straße vermuten - ist ja auch nicht
mehr wirklich eine. Der Name ist natürlich historisch gewachsen und hat
sich entsprechend erhalten. Attribute von Verkehrswegen lassen sich in
der Realität eben leichter ändern als Straßenbezeichnungen.

Marco

P.S. falls Du im Wiki Deinen Standort noch nicht eingetragen hast,
solltest Du das tun. So finden Dich Mapper die möglicherweise in Deiner
Gegend unterwegs sind - evtl. ergibt sich daraus ja eine richtige
Mappinggruppe, ...
http://wiki.openstreetmap.org/index.php/Category:Users_in_Rheinland-Pfalz
Post by Jan
Wie mache ich es mit Straßen, die zwei verschiedene
Geschwindigkeitsbegrenzungen haben. Speziell ist es die Hauptstraße, die
an die B 269 grenzt, die mir Sorgen macht. Dort darf man teilweise 100
fahren, teilweise nur 70 und innerorts nur 50 (an einer Stelle sogar nur
30). Wenn ich die Geschwindigkeitsbegrenzung setze, dann kann ich sie
innerorts nicht anders wählen als außerorts, da immer die ganze Straße
angewählt wird.
Dirk Stöcker
2008-09-08 07:44:25 UTC
Permalink
Post by Jan
Bei uns in der Region haben einige Straßen keinen eigenen Namen sondern
nutzen den von der Paralellstraße oder von einer Angrenzenden. JOSM
bietet die Möglichkeit mit "P" und "C" Straßen zu trennen und zu
verbinden. Leider kann ich einige Straßen nicht miteinander verbinden
"Kann Wege nicht verbinden (Sie können nicht in eine eindeutige
Reihenfolge gebracht werden)".
Besonders gut sieht man es in der Mitte des Ortes. Dort gibt es bisher
drei Straßen (residential) mit dem Namen "Birkenweg", obwohl dies
eigentlich alles eine Straße ist. Ich würde diese Straßen gerne alle zu
einer Straße hinzufügen.
Ein Weg ist immer eine Linie. Versuche nicht mit irgendwelchen Konstrukten
nicht linienartige Straßen zu verbinden. Es ist ok, wenn viele Teilstücke
den gleichen Namen tragen (geht bei Brücken z.B. auch nicht anders).

Falls das Verbinden von Teilstücken nicht klappt, welche direkt
hintereinander liegen, dann musst Du nachschauen, ob am Verbindungspunkt
etwas nicht stimmt (z.B. zwei nicht verbundene Punkte statt einem).
Post by Jan
Was ich auch nicht verstehe ist, warum der Weg eine Richtungsangabe hat.
Bei einer Einbahnstraße kann ich es ja noch verstehen aber nicht bei
beidseitig befahrbaren Straßen. Wozu ist diese Richtungsangabe dar?
Die Richtungsangabe entsteht aus der Reihenfolge der Knoten. In JOSM gibt
es eine Option die Richtungspfeile nur bei interessanten Objekten (z.B.
Einbahnstraßen) anzuzeigen.
Post by Jan
Wie mache ich es mit Straßen, die zwei verschiedene
Geschwindigkeitsbegrenzungen haben. Speziell ist es die Hauptstraße, die
an die B 269 grenzt, die mir Sorgen macht. Dort darf man teilweise 100
fahren, teilweise nur 70 und innerorts nur 50 (an einer Stelle sogar nur
30). Wenn ich die Geschwindigkeitsbegrenzung setze, dann kann ich sie
innerorts nicht anders wählen als außerorts, da immer die ganze Straße
angewählt wird.
Immer wenn sich etwas ändert, teilst Du die Straße in zwei Abschnitte und
gibst jedem Abschnitt die entsprechenden Tags.

---> --->
-----70-------50---------30-----------100---------

ergibt 5 Teilstücke.

Auf der Karte kann es sein, dass das nicht unbedingt perfekt aussieht,
weil die Renderer momentan noch zu dumm sind die Namens- und
Referenz-Angaben wieder zusammenzufügen. Lass Dich davon nicht stören.
Irgendwann lernen die das auch noch.

Ciao
--
http://www.dstoecker.eu/ (PGP key available)
Tim 'avatar' Bartel
2008-09-08 09:41:36 UTC
Permalink
Hi,
Post by Dirk Stöcker
Post by Jan
Wie mache ich es mit Straßen, die zwei verschiedene
Geschwindigkeitsbegrenzungen haben. Speziell ist es die Hauptstraße, die
an die B 269 grenzt, die mir Sorgen macht. Dort darf man teilweise 100
fahren, teilweise nur 70 und innerorts nur 50 (an einer Stelle sogar nur
30). Wenn ich die Geschwindigkeitsbegrenzung setze, dann kann ich sie
innerorts nicht anders wählen als außerorts, da immer die ganze Straße
angewählt wird.
Immer wenn sich etwas ändert, teilst Du die Straße in zwei Abschnitte und
gibst jedem Abschnitt die entsprechenden Tags.
---> --->
-----70-------50---------30-----------100---------
ergibt 5 Teilstücke.
Wobei man dazu sagen muss, dass es (meines Wissens) momentan noch
keine Möglichkeit gibt, "nicht-symmetrische
Geschwindigkeitsbegrenzungen" abzubilden. Wenn in eine Richtung also
eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung, als in die andere gilt (oder
die andere Fahrtrichtung keine Begrenzung hat), dann hast du ein
Problem.

Tschüss, Tim.
--
http://wikipedistik.de
Dirk Stöcker
2008-09-08 10:07:54 UTC
Permalink
Post by Tim 'avatar' Bartel
Post by Dirk Stöcker
Immer wenn sich etwas ändert, teilst Du die Straße in zwei Abschnitte und
gibst jedem Abschnitt die entsprechenden Tags.
---> --->
-----70-------50---------30-----------100---------
ergibt 5 Teilstücke.
Wobei man dazu sagen muss, dass es (meines Wissens) momentan noch
keine Möglichkeit gibt, "nicht-symmetrische
Geschwindigkeitsbegrenzungen" abzubilden. Wenn in eine Richtung also
eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung, als in die andere gilt (oder
die andere Fahrtrichtung keine Begrenzung hat), dann hast du ein
Problem.
Ich mache das mit maxspeed:backward und maxspeed:forward mit den bekannten
Problemen hinsichtlich Richtungsabhängigkeit.

Ciao
--
http://www.dstoecker.eu/ (PGP key available)
Holger Issle
2008-09-08 10:38:36 UTC
Permalink
Post by Dirk Stöcker
Post by Tim 'avatar' Bartel
Wobei man dazu sagen muss, dass es (meines Wissens) momentan noch
keine Möglichkeit gibt, "nicht-symmetrische
Geschwindigkeitsbegrenzungen" abzubilden. Wenn in eine Richtung also
eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung, als in die andere gilt (oder
die andere Fahrtrichtung keine Begrenzung hat), dann hast du ein
Problem.
Ich mache das mit maxspeed:backward und maxspeed:forward mit den bekannten
Problemen hinsichtlich Richtungsabhängigkeit.
Bei der B28 bei Metzingen wurde das über 2 getrennt erfasste
Richtungen eines Trunk gemacht. Da dort die Richtungsfahrbahnen teils
deutlich nicht nebeneinander laufen meiner Ansicht nach Ok.

Seufz, dort muß ich auch ran, die derzeitige Karte stimmt nicht mit
der Realität überein. Ich habs gestern vor Ort geloggt...
--
Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100, GRR#51)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 69 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @ http://www.issle.de
Continue reading on narkive:
Loading...